Dienstag, 31. Januar 2023

Crater Lake von Jennifer Killick

"Crater Lake" hat ein tolles Cover. Es enthält unheimliche Lichter und einen See, der im Vollmond leuchtet. Jennifer Killick hat das passende Abenteuer dazu geschrieben.
Das Jugendbuch enthält jede Menge Spaß und einen schönen Gruselfaktor. Nicht zum unter die Decke kriechen, doch etwas unheimlich wird es.
Der Spaß überwiegt, ich habe viel gelacht.
Ich habe das Buch schwer beiseite legen können, weil es genial geschrieben ist und jede Menge Turbulenzen bietet.

Lance fährt mit seiner Schulklasse nach Crater Lake, die Klassenfahrt war die Idee der unfreundlichen stellvertretenden Schulleiterin Miss Hoche.
Doch das Camp ist alles andere als lustig. Vor Ort gehen seltsame Dinge vor sich. Manche Schüler verhalten sich merkwürdig. Es stellt sich heraus, wer wahre Freunde für Lance sind.
Katja, Big Mak und Chets haben gute Einfälle, wie sie diese Nacht überstehen können.
Mit noch ein paar Mitschülern versuchen sie den merkwürdigen Dingen auf den Grund zu gehen.
Sind es Außerirdische, die das Camp verändern?
Zumindest in einer Sache sind sich die Schüler einig, einschlafen dürfen sie nicht. Denn dann geht in einem etwas vor, was die Person verändert und zu einem gefährlichen Wesen verändert.

Crater Lake bietet Unterhaltung von großer Qualität. Die Idee ist genial, die unheimlichen Szenen sind sehr abenteuerlich. 
Das Zusammenspiel von Freundschaft und Vertrauen ist ein schönes Lehrspiel für Kinder.
Neben den herrlichen Dialogen finden sich kluge Einfälle von den Schülern.

Insgesamt bin ich total zufrieden mit der Geschichte. Die Charaktere sind phänomenal.
So viel Spaß hat es mir gemacht, das es schade ist, dass das Buch zu Ende ist..

Sonntag, 29. Januar 2023

Lebe deine weibliche Energie von Cecilia Schönstedt und Petra Schneider

Die weibliche Energie finden und leben zeigt sich auf 144 Seiten im Buch vom Kosmos Nymphenburger Verlag, erschienen im
Jahr 2023.

Was bedeutet die weibliche Energie leben? Es heißt, sich selbst lieben, die eigene innere Mitte finden.
Auf den hübsch gestalteten Seiten sind viele Farbfotos, die mit ansprechenden Farben die Stimmung verbessern. Die Texte sind hilfreich und aufklärend, was es bedeutet, für sich selbst wichtig und da zu sein.

Es war eine interessante Erfahrung, die mich allerdings nicht weiter gebracht hat. Für mich habe ich wenig Gutes gefunden, welches ich im Alltag umsetzen könnte. Esoterik ist nicht mein Fall.
Um meinen Horizont zu erweitern, hatte ich mich für das Buch interessiert. Es ist nicht alles abwegig, da sind Momente des inneren Friedens, die tief zu Herzen gehen. Den Körper bewusst wahrnehmen,
zu sich selbst kommen, damit führt das Buch heran.
Die innere Ruhe finden und festhalten, dafür sind die Seiten gut gefüllt. Viele Meditationsübungen begleiten mit einfachen Anleitungen durch das Loslassen.

Die beiden Heilpraktikerinnen Cecilia Schönstedt und Petra Schneider haben gemeinsam dieses Buch geschrieben. Es spiegelt sich einiges wieder in Bezug auf die Heilpraxis.

Mit Musik, Kerzenlicht, bequemer Kleidung lässt sich eine sanfte Atmosphäre schaffen.
Heilpflanzen, Massagen und Aromaöle runden die Übungen ab.
Einfach fallen lassen, das Buch intensiv studieren und offen sein für die Quellen der Kraft.
Es ist für manche genau das richtige Buch, um sich in die Tiefe der Weiblichkeit und die verbundene Energie frei zu machen. Ich fand es eine leichte Bereicherung für mein Wissen, zu mehr habe ich nicht die Muse. Meine Quellen der Weiblichkeit hole ich mir lieber beim Sport.

Sibir von Sabrina Janesch

Das Buch "Sibir" von Sabrina Janesch habe ich als ungekürzte Fassung gehört.
Dank der Erzählerin Julia Nachtmann habe ich die
10 Stunden 19 Minuten durchgehalten.
Ohne die charismatische Stimme hätte ich das Hörbuch nicht zu Ende gehört.

Die Geschichte über die Kindheit von Josef Ambacher und die Zeit 50 Jahre später berichtet über eine Familientragödie. Als Zehnjähriger wird Josef mit seiner Familie im Jahr 1945 von der Sowjetarmee verschleppt.
In Kasachstan wartet eine harte Zeit auf sie.
Josef muss lernen in der Steppe seine Kindheit zu retten.
Entbehrung, Mangel an Lebensmitteln, die rauhe Umgebung fordern von den Menschen Kraft.
Das Überleben steht an erster Stelle.

1990 in Mühlheide kommt die Vergangenheit für Josef Ambacher an die Oberfläche.
Der Zusammenbruch der Sowjetunion führt Aussiedlern in die niedersächsische Kleinstadt. Josefs Tochter Leila versucht ihrem Vater zu helfen, die Geister der Vergangenheit zu bewältigen.

Es kommen viele fremdartig klingende Namen vor, die sehr oft erwähnt werden, so hatte ich zumindest damit keine Schwierigkeiten.
Die Verknüpfung der 2 Abschnitte finde ich schlecht gelungen. Ich vermisste einen Hinweis, in welchem Jahr ich mich gerade im Hörbuch befinde. Da mir diese Information fehlte, fand ich das Folgen der Handlung schwer. Ich habe auch die leuchtenden Farben vermisst, die im Klappentext erwähnt wurden. Mich hat es nicht fasziniert, es war ein anstrengendes Hörbuch mit zu vielen Details.

Julia Nachtmann brachte zumindest mit ihrer Erzählweise Atmosphäre hinein, ihr Klang hat Farbe und die Emotionen werden gut dargestellt.
Ich glaube, wenn ich das Buch gelesen hätte, wäre mein Urteil noch schlechter ausgefallen.
Die Geschichte insgesamt betrachtet, bekommt von mir 4 Sterne, die Umsetzung der Erzählerin trägt sehr dazu bei.



Ostfriesengier von Klaus-Peter Wolf

"Ostfriesengier" ist der siebzehnte Band der Krimireihe von Klaus-Peter Wolf.
Das Hörbuch hat eine Spieldauer von 17 Stunden und 52 Minuten. Die ungekürzte Fassung wird vom Autor selbst gesprochen. Seine Stimme hat mir gut gefallen, er betont an den richtigen Stellen die Worte. Die Emotionen transportiert er sehr gut.
Ich mochte es sehr, wenn Klaus-Peter Wolf leicht ironisch geklungen hat. Dank des Sprechers habe ich die lange Dauer vom Hörbuch geschafft.

Während der Antrittsrede der neue Polizeidirektorin Elisabeth Schwarz explodiert eine Autobombe. Der Anschlag galt BKA-Mitarbeiter Dirk Klatt. Wie gefährlich ist dieser Job fragt sich Elisabeth Schwarz. Es passieren noch andere Dinge, wollte deshalb Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen den Posten nicht?
Ostfriesland scheint doch nicht so beschaulich zu sein. Viele Fragen türmen sich auf dem Schreibtisch von Elisabeth Schwarz. Da scheint noch mehr im Busch zu sein.
Die Truppe muss Überstunden machen, um den Anschlag schnell aufklären zu können.
Das Leben von Beteiligten steht auf dem Spiel.

Ich habe einen spannenden Krimi erwartet, leider konnte mich die Geschichte wenig fesseln.
Es dümpelt vor sich hin, es kommen zu viele Nebensächlichkeiten vor, die das Ganze unnötig in die Länge ziehen. Mit den Charakteren bin ich nicht warm geworden, was mir das Zuhören erschwert hat. Einzig die angenehme Erzählweise vom Autor hat mir diesen Krimi erträglich gemacht.
Das Buch hätte ich wahrscheinlich zugeklappt, zum Lesen ist definitiv zu wenig Spannung drin.

Die Personen fand ich nicht glaubwürdig, da tauchten mir zu viele Ungereimtheiten auf.
Die Zusammenhänge fand ich nicht schlüssig.
Ich hatte zu viele Fragen in meinem Kopf, die mich in Bezug auf das Verständnis für den Krimi gebremst haben. Ich konnte der Story schwer folgen. Die einzelnen Szenen fügten sich nicht gut ineinander. Den roten Faden, um den Inhalt folgen zu können, habe ich früh verloren.

Dies war mein erster Krimi von Klaus-Peter Wolf.
Schade, ich hatte mehr erwartet, so war es eine doch recht langweilige Erfahrung.




Die Chroniken von Lunis Wächterin des Lichts von Janelle McCurdy

Mit "Die Chroniken von Lunis. Wächterin des Lichts" hat Janelle McCurdy ein phantastisches Abenteuer geschrieben, welches märchenhafte Züge hat. Das Buch bietet ein breites Spektrum an unterhaltsamen Momenten, die voller Magie sind.
Für Jugendliche ist es ein tolles Erlebnis, welches für Fans von z.B. "Keeper of the Lost Cities" reizvoll ist. Das Cover lockt mit den hübschen Farben die Leser an.

Der König der Finsternis hat viele Städte in Dunkelheit verwandelt. Die Menschen leben im Mondlicht, darunter die junge Mia in ihrer Heimatstadt Nubis. Mit Hilfe von gestaltwandelnden Fabelwesen schützen die Bewohner ihre Städte.
Als ihre Eltern entführt werden, muss Mia schnell handeln. Sie darf nicht zögern, sie muss trotz ihrer Ängste einen Umbra zähmen. Ein Umbra ist ein Fabelwesen, welches eine tiefe Verbindung mit seinem Zähmer eingeht.
Mia muss mit Hilfe ihrer Freunde einen Weg finden, den fiesen dunklen König zu besiegen. Es droht sonst die ewige Finsternis.

Es hat mir sehr viel Freude bereitet, Mias Weg zu folgen. Das Mädchen war mir sofort sympathisch. Wie lieb sie mit ihrem jüngeren Bruder umgeht, ist toll. Da wurde es mir warm ums Herz.
Mia ist sehr mutig, sie geht der dunklen Zukunft entgegen, um ihre Familie zu retten, egal was sie es auch kosten mag.

Für junge Leser ab 10 Jahren wird das actionreiche Buch empfohlen.
Der magische Sog ist unüberwindbar, die Seiten müssen gelesen werden. Die enthaltene Fantasy macht Spaß, es gibt eine Fortsetzung, es soll eine Trilogie werden anscheinend. Darauf freue ich mich. Umbra sind interessante Wesen, die ich mir dank der bildhaften Beschreibung gut vorstellen kann.
Das Buch war schnell gelesen, da ich mich kaum davon trennen konnte.


Samstag, 28. Januar 2023

Sheets von Brenna Thummler

Das Mädchen schaut zu Beginn schon etwas unzufrieden und gebeutelt aus der Wäsche. Zeit für neue Sheets. Die Geisterdarstellungen sind schon zuckersüß. Sie scheinen überall zu sein und sehr unterschiedlich, aber die meisten wissen sich das Leben zu nehmen. Und wer nicht damit zurecht kommt, kann in die Geisterselbsthilfegruppe.

Auch unter Geistern gibt es scheinbar Außenseiter. Nicht jeder hat ein weißes Laken.

Respekt vor den Zeichnungen, sie sind sehr detailliert und unterstreichen die Textaussage. Wenngleich das Mädchen ohne die langen Haare auch ein Junge sein könnte und älter wirkt als sie ist. 

Hier und da bleibt mein Blick länger haften, weil es nicht gruselig, sondern schmunzelig war.

Bin noch nicht sicher, welcher Geistesblitz das Buch verfolgt. Zwei Außenseiter finden sich und dann?

Der Bösewicht ist etwas überzeichnet für meinen Geschmack. 

Der Comicstil ist sehr dynamisch, fast wie ein Film als Comic.

Die Gespenster gucken hingegen drollig aus der Wäsche. Mein Lieblingsbild ist das mit der Vogelperspektive auf die Geistersiedlung.

Die Geschichte ist rund, herzig und abgeschlossen, doch ich würde mir eine Fortsetzung wünschen. Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.

Sonntag, 22. Januar 2023

Berlin's letztes Luftschiff von Christopher Cartwrigh

Den Zeitsprung zu Beginn des Buches in die dunkle Vergangenheit von Deutschland und das für die Menschheit gefährliche Erbe finde ich gut verknüpft mit der anschließenden Schatzsuche mit unbekannten Gegenspielern.
Super komisch war für mich die Diskussion mit dem Kapitän. Es ging nicht um die Beseitigung der Bombe, die das Schiff jeden Moment versenken könnte, sondern um Gründe zu finden warum jemand das tun würde. 
Ein Verbrennungsmotor, der über soviel Jahre nicht benutzt und daher auch nicht geschmiert wurde, ist nicht mehr brauchbar und müsste auseinander gebaut werden.
Ein Schuss in die Hülle wäre sicher ein Problem für ein Luftschiff, aber das Luftschiff "Magdalena" übersteht mehrere Gefechte und fliegt immer noch. 
Die Sprechgeschwindigkeit ist für meinen Geschmack zu langsam. Insbesondere in hektischen Szenen, vermisse ich entsprechende zum Ausdruck gebrauchte Emotion in der Stimme. Ingesamt fand ich die Geschichte um Berlin's letztes Luftschiff von Christopher Cartwright unterhaltsam. Die Luftschifffahrt hat für mich einen besonderen Reiz. Schade, dass diese Art von Flugobjekt auf dem Flugplan heute nicht auftaucht.