Dienstag, 18. Januar 2022

Black Roses von Geneva Lee

Die reiche und verwöhnte Adair lernt den armen Studenten Sterling Ford kennen.
Eine heiße Liebe entbrennt. Die Beiden sind wie Feuer und Wasser. Unstillbar und nicht zu löschen. Sie sind sehr unterschiedlich und doch sind sie schwer zu trennen.
Angus MacLaine setzt alle Hebel in Bewegung, um das junge Glück zu beenden.

4 Jahre später treffen sich Adair und Sterling wieder. Das alte Feuer lodert wieder auf. Doch wer sagt die Wahrheit, wer von beiden lügt. Sterling verfolgt Rachepläne, um die Familie MacLaine zu zerstören. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass sein Herz etwas anderes will. Adair hat sein Herz vor vier Jahren nicht vollständig verlassen.

Ein etwas verwirrendes Katz und Maus Spiel schlängelt sich durch das Buch.
Zunächst war ich recht angetan von der Geschichte. Die Wechsel der Kapitel zwischen Adair und Sterling bringen Schwung hinein. Um die Übersicht nicht zu verlieren, steht zusätzlich damals und heute bei den Kapitelüberschriften.
Dadurch entstand ein Sog, der mich am Lesen gehalten hat.
Die Charaktere sind bunt und unterschiedlich, sie bringen einige interessante Aspekte rein.

So ganz überzeugt bin ich trotzdem nicht. Es ist eine bittere Romanze, in der es wenig um Offenheit und Wahrheit geht. Beide, Adair und Sterling sind schwer zu durchschauen. Auch wenn die Beweggründe von Sterling offen für den Leser sind, für Adair bleibt es dunkel.
Die Machenschaften in der Familie sind extrem hinterhältig, so manches wird angesprochen, bleibt dann doch im Verborgenen.
Das Ende hinterlässt mich mit einigen Fragezeichen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als auf sie Fortsetzung zu hoffen.
Ich bin eigentlich nicht wirklich interessiert, doch einige Dinge möchte ich erfahren, die hoffentlich im 2. Teil ans Licht kommen.
Für Fans von romantischen Geschichten mit einer Hass-Liebe ist es sicher sehr unterhaltsam.
Ich fand es okay, kann jedoch nicht in Begeisterung ausbrechen. 







Donnerstag, 13. Januar 2022

Die Schule der magischen Tiere 11: Wilder, wilder Wald! von Margit Auer

Hurra, ein Camp mitten im Wald erwartet die Schüler von Miss Cornfield.
Die Lehrerin an der Wintersteinschule hat oft tolle Ideen.
Was werden sie erleben? Wird es unheimlich?
Ach was soll schon passieren, fast jedes Kind hat sein magisches Tier dabei.

Es sind noch fünf Schüler ohne einen persönlichen Freund.
Mister Morrison ist ständig unterwegs und sucht nach magischen Tieren.
Gerade kommt er von einer Reise zurück. Hat er ein Tier dabei? Elisa hofft so sehr, dass sie die Nächste ist.

Im Wald raschelt es und knackt. Ist da was im Gebüsch? Elisa ist nervös und aufgeregt.
Sie fühlt sich beobachtet.
Die magischen Tiere fassen einen Plan.
Sie wollen herausfinden, was da im Dunklen lauert und eventuell eine Gefahr für ihre Freunde bedeutet.

Das elfte Abenteuer von Margit Auer ist der beste Band der Reihe bisher. Mir haben alle gut gefallen, doch diese Geschichte ist besonders gut gelungen. Die Atmosphäre im Wald ist düster und auch magisch. Die Schatten der Bäume, das plätschern im Wasser, die Blätter rascheln und Geräusche überziehen den Körper mit leichter Gänsehaut.
Es wird nicht gruselig, es ist ein riesiges Abenteuer voller spannender Momente.
Die Kinder spielen zusammen, bauen Futterkrippen und verstehen sich blendend.
Gemeinsam etwas aushecken macht Spaß.

Es gibt für die jungen Leser auch hier was zu lernen. Gemeinsam schafft es sich leichter eine Lösung für ein Problem zu finden. Vertrauen ineinander und Offenheit bringen oft vieles ins Reine.

Der Stil ist einfach zu lesen, die Altersempfehlung ist 8 bis 11 Jahre.
Auch für Erwachsene ist die Reihe eine tolle Unterhaltung wert.


Mittwoch, 12. Januar 2022

Meeresglühen (Bd. 2) Wiedersehen in Atlantis von Anna Fleck

Endlich habe ich die Fortsetzung gelesen.
Naja, die Freude währte nur kurz.
Wo ist der Schwung und die interessante Geschichte hin? Ella ging mir auf die Nerven mit ihren Zwiegesprächen.
Ich dachte, sie ist erwachsener geworden.
Nach einem Jahr erfolglosem vergessen der Liebe zu Aris, blüht die Leidenschaft in ihrer sofort wieder auf, als sie den Atlantis Jungen wieder sieht.
Es gibt keine Zukunft für die Beiden. Doch geschwärmt wird sehr.
Da helfen auch die Ermahnungen von Som nicht.
Die Begeisterung von Teil 1 ist hier sofort verpufft. Leider ist die Luft raus, es ist eine Fortsetzung ohne besondere Momente.
Im Herbst kommt Band 3, ob der besser wird? Ich hoffe es sehr, aktuell reizt es mich nicht.
Die Enttäuschung ist zu groß. 




Samstag, 8. Januar 2022

Scarpa Ribell Run Langer Lauf im Schnee

 

Der See hat ein Auge auf meine neuen Scarpa Ribell Run Schuhe geworfen. Die robusten Laufschuhe verhalten sich ideal bei Schnee mit guter Griffigkeit und stabilen Fuß trotz dem Schneeuntergrund.
Ich habe sie mir aus Neugier und als möglicher Runningschuh für meine geplanten Ultraläufe dieses Jahr angeschafft.
21km bin ich gelaufen. Ich meine, dass Schneeläufe sonst anstrengender waren. Die Schnürung ist jedoch - wie zumeist - zu lang. Die muss ich einkürzen. Dann lässt sich auch ein Messchip besser befestigen.













Die unhöfliche Tote von S. J. Bennett

Durch die Nutzung der realen royalen Namen und Umgebung der Queen Elizabeth II in dem Hörbuch "Die unhöfliche Tote", Einpflechtung von aktuellen Gegebenheiten wie Brexit und in Verbindung mit der gepflegten Ausdrucksweise, wirkt das Hörspiel authentisch und gut von S. J. Bennett recherchiert. Wir kennen die Queen ja nur aus der Öffentlichkeit. Da mag es schon unterhaltsam sein, wenn die private Seite fiktiv ergänzt wird. Ich halte es nur wegen im Hinblick auf Persönlichkeitsrecht fragwürdig, aber der Verlag wird sich wahrscheinlich vergewissert haben, wie weit er gehen kann. Möglicherweise hat die reale Queen ja schon private Ermittlungen geführt. Sicherlich gehen in ihrem Königshaus auch merkwürdige Dinge vor, wie ein verschwundenes Bild.

Mein Gesamteindruck ist, dass die Handlung um die tote Haushälterin in lauter Nebensächlichkeiten untergeht. Das ist jedoch üblich bei einem Cosy Crime. Es kommen sehr viele Personen und Szenen vor, die eher der Ausschmückung der handelnden Figuren und deren psychosozialen Verstrickungen dienen. Glücklicherweise vermag die Sprecherin Sandra Voss durch Stimmveränderung und Betonung die jeweiligen Personen gut unterscheidbar zu machen. 

Im späteren Verlauf nimmt die Handlung mit der Ermittlung langsam Fahrt auf. Für mich war das alles sehr zäh. Ich würde anraten, es erheblich zu kürzen. Mehr als 12 Stunden Cosy High Society Crime ist schon mühsam, zumal wenn ich zuvor einen Thriller gehört habe.

Wer hingegen auf Cosy Crime mit Royal Flair steht, ist bestimmt amused.

Im Vergleich zu den Werken von C.C. Benison, die auch eine ermittelnde Queen thematisiert, finde ich die Umsetzung von von S.J. Bennett weniger unterhaltsam.

Ich werde kein Fan der Reihe. Die Protagonisten sind mir weder sympathisch, noch empathisch genug, um mich zu begeistern. Ich finde auch nichts, was mich erheitert. Britischer Humor ist allerdings tatsächlich nicht mein Humor.

Dennoch ist das Hörspiel sauber geschrieben, detailliert und immer wieder reale Bezüge und unverkennbare Ähnlichkeiten zur britischen Aristokratie, sodass das Buch aus rein fachlicher Sicht eine gute Bewertung verdient hat. Es kann nichts dafür, dass ich nicht jede Schlagzeile und jeden Auftritt der Königin Elizabeth mit leuchtenden Augen verfolge und sich die erwachsene Begeisterung dann auf die Buchbewertung überträgt. Doch es thematisiert, was viele insgeheim vermuten, dass es im nicht öffentlichen Leben weniger königlich zu gehen könnte, sondern kriminell. Daher ist das Hörspiel Adel verpflichtet.

Freitag, 7. Januar 2022

Die Geheimnisse des schwebenden Kontinents von I. P. Becker

ie Geheimnisse des schwebenden Kontinents von I. P. Becker ist eine unterhaltsame, einfallsreiche und kurzweilige Geschichte. Mit insgesamt 90 eBook Seiten ist es schnell gelesen. Ich ordne das Buch quasi zwischen Cosy Fantasie, magisches Märchen, einer Insel mit zwei Bergen und Jazz ein. Jazz ist Freiheit, das Synonym für ein besseres Leben.

Es sind schon putzige Charaktere, die ich nach und nach kennenlerne und liebgewinne, wie der spritzige Wasserspeier (ich will auch so einen), ein strickendes Wehrhuhn, ein Magier mit langer Nase, Elben wie man sie sich vorstellt und nicht vorstellt, u.v.m.

Manchmal erwartete ich etwas Aufregendes, Spannendes, möglicherweise einen Kampf, aber das ist ganz und gar nicht, was das Buch bedient. Es hat ein anderes Strickmuster, wie zum Beispiel lustige Szenen, überraschende Entwicklungen und einen schlüssigen Gesamtplot. In der Geschichte tauchen wenig ernstzunehmende Schwierigkeiten auf. Aber kein Wunder, wenn man den richtigen Riecher hat und immer eine Nasenlänge voraus ist.

Ich würde mir eine Fortsetzung wünschen, denn der Epilog deutet an, dass die Geschichte längst nicht zu Ende ist.
Eigentlich schade, dass das Buch nur so kurz ist. Für mich ist das Buch eine klare Empfehlung für die Fantasy-Fans, die unkomplizierte, humorvolle und lehrreiche Unterhaltung suchen.