Sonntag, 30. April 2023

Syndikat von Jona Sheffield

Der Klappentext verrät schon einmal grundsätzlich, was mich erwartet: Drogen, negative Auswirkungen und Ermittlungen. Komisch ist nur der erste Kommentar von Niklas Löwenstein, der passend mit einer Eins beginnt. Vielleicht bekomme ich eine 42, wer weiß.

Wird es ein Krimi diesmal auf Lumera? Nein, es ist eigentlich durch die Perspektivenwechsel schnell klar, wer hinter dem Syndikat steckt. Das tut der Spannung jedoch keinen Abbruch.

Ich mag diesen Planeten Lumera mit seiner eigenartigen Tier- und Pflanzenwelt, den Bewohnern einschließlich der invasiven Arten. 

Das Personenverzeichnis mag sehr hilfreich sein, denn die außerirdischen Namen der Bevölkerung sind doch etwas sperrig zu lesen. Dafür hat die Natur keine komplexen lateinischen Namen, sondern eher zusammengesetzte Worte, die es uns leichter machen, mit den Augen der Autorin zu sehen und den Reichtum von Lumera zu erkennen. Hier gibt es z.B.  Flugschnecken, Kopftauscher, Schwebelibellen und vieles mehr. Ein Spaziergang im Dschungel könnte eher tödlich enden. 

Wenn man mit den Kreaturen kommunizieren könnte, würden wir uns sicher heimischer fühlen und die Wesen besser verstehen. Es würde ein Leben mit der Natur ermöglichen - wenn auch nur für kurze Zeit. Man muss nur etwas einnehmen und die Natur wird einnehmend. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Jona Sheffield.

Die Natur steht im wunderbaren Kontrast zur Technik: Portale, Androiden, Healtbots, Drohnen, Drogen und Alexa.


Das Buch ist eine Fortsetzung der Lumera Reihe, aber Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich. Es gibt zwar einen Querbezug auf das Projekt Eden, doch es taucht noch nicht einmal im Glossar am Ende des Buchs auf, da es kurz erklärt wird.

Grundsätzlich sind auch die anderen Bücher der Reihe zu empfehlen, siehe meine Rezensionen dazu.


Jedes Buch von Jona Sheffield war aus verqueren Sicht einem Schwerpunktthema gewidmet.

Zunächst dachte ich, dass es diesmal nur die Drogengeschichte wäre, aber ist die Idee für dieses Buch vielleicht von gegenwärtigen wachsenden Umweltbestrebungen inspiriert, wo Aktivisten zum Teil so leidenschaftlich mit ihren Gedanken an die Natur geklebt sind, dass sie selbstlos ihren eigenen Körper, ihre Gesundheit und berufliche Zukunft (im Syndikat unserer Welt) gefährden. Zudem bahnt sich ein Krieg an und die Welt rüstet sich. Kein Wunder, dass sich so manche Tentakel der Kidi'Dan rot färbt.

Schade nur, dass Andrew nicht in der politischen Ansprache und Wahlkampfrede erwähnt wird. Das wird der Robotergewerkschaft nicht gefallen.

Donnerstag, 27. April 2023

Die Prinzessinnen - Fünf gegen die Finsternis von Christian Endres

"Die Prinzessinnen" von Christian Endres sind 
fünf mutige und knallharte Frauen gegen die Finsternis. Die einstigen Königstöchter haben ihren Weg als Söldnerin beschritten.
Aiby, Mef, Decanra und Cinn treten u.a. gegen Drachen, Kobolde und Werwölfe an.
Sie retten Prinzessinnen vor dunklen Gestalten.

Die nächste Prinzessin, die zu retten ist, heißt Narvila. Die überlegt es sich jedoch anders, sie bleibt nicht im Schloss nach der Rettung, sie will auch eine Söldnerin werden.
Ist der steinige Weg die richtige Entscheidung? 
Narvila ist fest entschlossen und muss die vier Prinzessinnen überzeugen, sie mitzunehmen.

Es entsteht eine hoch spannende und sehr spektakuläre Geschichte. Die Prinzessinnen sind extrem cool, sie schrecken vor keinem Feind zurück. Schrammen und blutende Wunden sind Alltag bei den Damen. Da fallen die Körperteile reihenweise. Geflucht wird wie der Teufel. 
Wer in dieser Hinsicht empfindlich ist, dem rate ich vom Buch ab. Allerdings entgeht einem dann ein Riesenspaß. 
Ab und zu die Augen zu machen, dann sind die Kampfszenen gar nicht so schlimm.

Die Erzählung ist so lebendig, sie steckt voller Energie und übersinnlichen Kräften. Es ist eigentlich unmenschlich, mit welcher Intensität die Prinzessinnen kämpfen. Das kann eigentlich keiner aushalten. Dennoch ist die Geschichte glaubwürdig, die Frauen stehen ihren Mann.

Mir hat sehr gut gefallen, dass die Prinzessinnen nach und nach im Rückblenden vorgestellt werden. Wie sie sich kennengelernt haben und mit wem sie die Schwerter gekreuzt haben. Da können auch Köpfe rollen.
Christian Endres schwelgt gerne in Details, die Kampfszenen sind bildgewaltig dargestellt.
Tolkin und Tarantino hätten ihre Freude daran.

Trotz der sehr blutigen Szenen, hatte ich meine Freude daran. Es passt einfach zur Geschichte und den Prinzessinnen. Der Humor ist spitze, sie nehmen sich selbst nicht immer ernst.

Ich finde es toll, dass die Helden weiblich sind und dabei knallhart. Sie sind stark und sehr ausdauernd. Das schön gestaltete Cover zeigt die Prinzessinnen in voller Montur. Das lockt hoffentlich viele Käufer an. Die Fortsetzung will ich auf jeden Fall lesen.

Sonntag, 23. April 2023

Die spürst du nicht von Daniel Glattauer

Die 14 jährige Sophie-Louise darf in den Urlaub ihre Mitschülerin Aayana mitnehmen. Gegen die Langeweile und um dem Flüchtlingskind aus Somalia eine Freude zu bereiten.

Ein Urlaub in der Toskana verspricht Spaß, gutes Essen und gute Gespräche.
Es kommt anders und das sehr schlimm.

In Daniel Glattauers Roman "Die spürst du nicht"
kommen große Gefühle zum Ausbruch. In intensiven Dialogen sprüht der Humor gleich neben der spannenden Darbietung. Es wird der Frage nachgegangen, wie viel ein Menschenleben wert ist. Die Ausarbeitung dieser Thematik ist gut gelungen.
Mit Passagen, die zum Nachdenken anregen. Das Buch bietet Abwechslung und beeindruckende Charaktere. Diese sind nicht alle sympathisch, bringen der Geschichte aber viel.
Die Differenzen in der Familie sind teilweise zu dramatisch, im Großen und Ganzen passt es zum Verlauf der Ereignisse.
Es bleibt bis zum Schluss fesselnd.

Tessa Mittelstaedt macht ihre Arbeit als Erzählerin großartig. Sie bringt mit ihrem Stimmenspiel eine ordentliche Portion Schwung hinein.
Ihre Darbietung macht das Hörbuch zu einem genussvollen Erlebnis.
Ich habe bereits einigen Hörbücher mit der talentierten Sprecherin gelauscht.

Steffen Groth ist für die Pressemitteilungen der Sprecher. Diese Abschnitte fand ich nicht interessant, jedoch hat Steffen Groth seinen Job perfekt dargeboten. Mit Akzenten und Dialekten wurde es zumindest unterhaltsam.

Mir hat es gut gefallen. Das Buch hat einiges an Gesprächsstoff, der Unterhaltungswert ist hoch.

Storchennest über dem Restaurant Storchennest

 


Samstag, 15. April 2023

Morgen, morgen und wieder morgen von Gabrielle Zevin

Ein Buch über Computerspiele ist nicht gerade ein Thema, welches mich brennend interessiert.
Der Klappentext von "Morgen, morgen und wieder morgen" hat mich doch neugierig gemacht.
Die Geschichte über Sadie und Sam ist ein seitenweise prächtiger Blockbuster.
Über mehrere Jahre erzählt Gabrielle Zevin die Entwicklung einer Kinderfreundschaft.

Die Liebe zu Computerspielen macht Sadie und Sam auch beruflich zu einem Team.
Nicht immer klappt es reibungslos. Der Erfolg des ersten gemeinsamen Spiels fordert viel von den Beiden. Konkurrenzdruck und Missgunst drohen die langjährige Freundschaft zu zerstören.
Gemeinsam können sie viel schaffen, doch gesundheitliche und familiäre Probleme kommen dazwischen.

Es war mir ein großes Vergnügen den Werdegang von Sadie und Sam zu verfolgen.
Der Erzählstil ist fesselnd, ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen. Die Emotionen wechseln von großer Freude, aber auch von Trauer zu lachen und weinen.
Ohne kitschig zu werden, erzählt die Autorin auch von Liebe. Im Vordergrund stehen definitiv die Computerspiele. Dies wird so gut und auch spannend aufgebaut, dass es insgesamt ein flüssiger Roman über Spiel, Spaß, Freundschaft und Dramatik ist.

Die Altersempfehlung ist ab 16 Jahren, als reines Jugendbuch würde ich es nicht einsortieren.
Für Erwachsene ist es genauso ein Highlight.
Auf jeden Fall ist das Buch ein literarisches Meisterwerk.

Gabrielle Zevin hat die 90er gut eingearbeitet mit PC Games wie Super-Mario.
Die Entwicklung eines Computerspiels und das Erwachsenwerden von Sadie und Sam ist phänomenal.
Meine Begeisterung ist groß, meine Empfehlung sehr positiv.

Falls das Cover zunächst irritiert, im Laufe der Geschichte wird die Gestaltung klar.


Der Verjüngungsplan von Nina Ruge und Stephan Hentschel

Nina Ruge ernährt sich seit einigen Jahren vegetarisch.
Mit Stephan Hentschel hat sie einen Verjüngungsplan geschrieben, in dem sehr viele tolle Rezepte stecken. Erschienen ist das Buch beim GU Verlag.

Was kann man aktiv tun, um das Leben zu verbessern und zu verlängern?
Gemüse ist die Antwort, außerdem Saaten und Nüsse. Wenn schon Brot und Nudeln, dann Vollkornprodukte.

Ich bin begeistert, nicht nur die Rezepte lachen mich an, die ganze Thematik finde ich faszinierend.
Mit wenigen Zutaten lassen sich schmackhafte und ansprechende Gerichte machen.
Im Interview mit Dr. Gunter Eckert, u.a. Professor für Ernährung, wird deutlich, warum Gemüse und Co. so gesund sind.

Gute Tipps zeigen den Weg zu einer gesunden Ernährung. Auf Fleisch zu verzichten ist nicht schwer. Das Umfeld muss sich daran gewöhnen.Keine Angst davor haben, ein Exot zu sein.
Im Restaurant z.B. nach Vollkornbrot fragen, wenn es nur weiße Brötchen gibt. Es kostet sicherlich erst einmal Überwindung, doch dies macht man für seine Gesundheit und nicht für andere.
Es ist nichts falsch daran, anders zu sein.
Vielleicht bekehrt man den einen oder anderen auch.
Ich nehme sehr viel mit und werde das vorgeschlagene Ernährungstagebuch ausprobieren.
Meine Gesundheit ist es mir wert, auf gewisse Lebensmittel zu verzichten oder zumindest zu reduzieren.


Mittwoch, 12. April 2023

"Habitat 2066" von Ulrich Atzbach

Es ist schon ein ungewöhnlicher Einstieg mit sehr viel Hintergrundgeschichte zum Habitat. Geschrieben ist das Ganze mit Augenzwinkern. Das Habitat ist eine eigene Welt. Mich hätte die Neugier getrieben, einen Fuß auf die Raumstation zu setzen, aber manchmal ist es auch ein Vorgesetzter, der für einen entscheidet mit einem Auftrag im Reisegepäck, bei dem ein anderer bereits tödlich gescheitert war. Da braucht es jemand, der mit dem Köpfchen durch Beton rennt, sich bereits gut auf der Station auskennt und eine starke Frau an der Seite.

Es ist schon ein coole Buchidee mit der Kulisse einer nicht ganz so sicheren, sowie nicht topaktuellen, sichtbar etwas heruntergekommenen Raumstation. Ob die ISS hier ein Vorbild im Kleinen war?

Mit den beiden Killern im Nacken wird es richtig turbulent. Hoffentlich bringt das die Raumstation nicht ins wanken. Es fielen Schüsse. Ich mag sie irgendwie diese Raumstation mit ihrer nicht immer voll funktionierenden Technik. Doch sie kann offenbar viel einstecken, wenn man den Ingenieuren glaubt und die gewichtsoptimierten Wände nicht überprüft.

Es ist ein Leben an Bord mit Fokus auf das Wesentliche, die Probleme der Erde verdrängt man hier gerne. Man steht ihr nah, ist auch ungewollt abgängig und vieles Übel dringt bis hier oben hinauf, in einem großzügigen Raum, der von einer lebensfeindlichen äußeren Umgebung umhüllt ist. Der Blick auf die Erde wird manchmal nur durch die im Raum schwebenden Leichen getrübt. Vielleicht wäre es eine gute Idee, sich von der Erde abzusetzen und die Triebwerke der Raumstation zu zünden. Das wäre sicherlich ein neues Buch wert, denke ich. Doch das Buch beinhaltet viele Wendungen und Überraschungen und eine gewisse Komik, bis hin zu Satire, kurz Vergnügung, Aufregung, Nervenkitzel. 

Was bei mir hängen bleibt ist, dass Leben und leben lassen, lebensverändernd wirken kann.

Ich würde mir eine Fortsetzung wünschen mit einer Raumstation im neuen Glanz. Was hat die kleine Gemeinschaft so offensichtlich erfolgreich gemacht? Ist sie auch glücklich und würde es auf die Erde abfärben, wo sich nichts geändert hat? Irgendwie muss ich gerade an den Zwergstaat Bhutan denken, denn es war es ein Buch, welches ich nicht im Eiltempo gelesen habe, sondern genüsslich und ganzheitlich konsumiert habe und einer tiefe Form von Zufriedenheit mit der Geschichte bei mir ausgelöst hat.

Freitag, 7. April 2023

Dunkle Verbindungen von Gil Ribeiro

Leander Lost steht kurz vor der Hochzeit mit Soraia. Eine neue Bleibe haben sich die zwei auch ausgesucht. Der September könnte so schön werden, doch es kommt eine Leiche dazwischen.
In einem Golfclub liegt im Teich eine tote Frau.

Dann kommt es zu einem Überfall auf einen Werttransporter. Die brutale Vorgehensweise erinnert Graciana an den Raubüberfall vor sieben Jahren, als ihr Bruder tödlich verwundet wurde und ihr Vater im Rollstuhl gelandet ist.
Graciana ist mit ihren Gedanken bei Rache.
Sie muss dies verheimlichen, sonst wird sie vom Fall abgezogen. Ihre Entschlossenheit ist knallhart und bewundernswert. Gleichzeitig möchte Graciana ihre Familie nicht beunruhigen und geht vorsichtig an die Sache ran.
Doch ob sie Carlos täuschen kann? Er kennt sie sehr gut. 

Ein hochspannendes Buch mit einer brisanten Entwicklung. Gil Ribeiro hat klug recherchiert und bringt Fakten hinein, die tatsächlich passiert sind.
Sein Stil ist genial, die Bücher enthalten einen ganz besonderen Ermittler. 
Leander Lost ist als Asperger an sich eher wenig geeignet als Polizist. Doch in Fuseta hat er liebe Menschen kennengelernt, die ihn mittlerweile gut zu nehmen wissen. Der Alemão hat seine Eigenheiten, die dennoch liebenswert sind. Soraia liebt ihren Le-an-der sehr. Sie hat gelernt, mit ihm zu leben. 
Senhor Léxico hat kluge Ideen. Er erkennt ob jemand lügt, Mikroexpressionen verraten ihm dies.

Die Reihe um den deutschen Polizist in Portugal ist grandios. Es gibt amüsante Momente und hochspannende Szenen. Ich tauche ein in Fuseta und genieße jede Seite. Die Vorfreude auf eine Fortsetzung ist groß.
Das Cover ist einladend gestaltet, ich höre das Meeresrauschen beim Anblick. 
Im Buch merkt man die Liebe vom Autor an das Land. 

Skyborn - Die Goldflügel-Prüfung von Jessica Khoury

Die Goldflügel Prüfung fand ich ein total gutes Fantasy Buch für Kinder ab 10 Jahren. Auch Jugendliche werden ihre Freude haben.

Mir als Erwachsene hat die Reise des kleinen Spatzen Ellie sehr gefallen.
Ellie ist mutig und etwas vorlaut.
Sie will unbedingt ein Goldflügel werden.
Die Prüfung ist schwer und Ellie hat kaum eine Chance. Sie ist zu klein und kommt aus keiner angesehenen Familie.
Nur Raubvögel Clans sind normalerweise zugelassen zu dem spektakulären Rennen in der Luft.

Unterwegs trifft sie Noks, ein Krähenjunge und seine Freunde.
Ein wertvoller Gegenstand ist Ziel der kleinen Bande. Damit wollen sie Gerechtigkeit für die geflügelten Menschen.

Das bunte Spektakel toppt mit interessanten Charakteren und fetzigen Dialogen. Der Stil ist sehr bildgewaltig, das Buch sehr schnell gelesen. Dennoch ist Aufmerksamkeit gefordert, damit nicht was überlesen wird.

Jessica Khoury ist eine tolle Autorin mit viel Fantasie. Sie schreibt Bücher voller Abenteuer und faszinierenden Gestalten.

Definitiv kann ich das Buch empfehlen.

Montag, 3. April 2023

Keeper of the lost cities 8,5 Entschlüsselt von Shannon Messenger

Band 8,5 der genialen Reihe "Keeper of the lost cities" von Shannon Messenger beinhaltet eine bunte Mischung. Es wird ein tiefer Einblick in die Charaktere geboten. Die Hauptfiguren werden ehe genau unter die Lupe genommen.
Es gibt viel zu lesen, dabei habe ich viel erfahren.
Die Autorin hat ihre Schatzkiste geöffnet und die Gedanken von Sophie und ihren Freunden zusammengefasst.
Daraus ist ein interessantes Kompendium an Informationen entstanden, über die Foxfire, das Leben von Sophie, ihre Mitschüler und Freunde.
Shannon Messenger hat aus den vollen geschöpft und in dickes Buch geschrieben. Ich glaube, die Bücher bekommen immer mehr Seiten. So langsam wird es ein Krafttraining, einen Keeper zu lesen.
Die Fantasie der Autorin ist grenzenlos.
Sie hat viele interessante Dinge hinein gepackt.

Die Features sind klasse für junge Leser, da gibt es viel zu entdecken. Shannon Messenger hat mit 
Teil 8,5 ein ganz tolles Zwischenbuch geschrieben. 
Die Bilder, Karten und Zusatzinformationen sind spitze. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe einiges erfahren, was mich nun umso neugieriger auf Teil 9 macht. Den ich definitiv lesen werde.

Das Cover ist wie immer ein Hingucker und lockt bestimmt viele Kinder an. 
Die Altersempfehlung ab 12 Jahre passt, ich finde dies empfehlenswert.

Fabula -Der Schatten der Nachtfee von Akram El-Bahay

Es hat Spaß gemacht, wieder in Fabula zu sein.

Das Wiedersehen mit den phantastischen Wesen ging gleich rasant los.
Die Geschwister Charlotte und Will treffen erneut auf ein Nachtwesen. Der alte Weltenbaum hat ein Portal, aus dem dieses Wesen erscheint und Wills Notizbuch aus seinen Händen reißt.
Als die Zwillinge durch die Pforte des Weltenbaums gelangen, machen sie eine schlimme Entdeckung.
Die Nachtfee ist wieder da. Die Geschwister müssen sich dem Kampf stellen. Charlotte braucht ihren Drachen und Will muss sich als Erzähler beweisen. Die Zukunft von Fabula steht auf dem Spiel.

Die Geschichte ist gespickt mit wundersamen Wesen, allen voran der tollpatschige Orion, der aber immer einen passenden Pfeil parat hat.
Die Zwillinge treffen wieder auf den Zwerg Hoin, das Einhorn Nar, flinke Sirenenelfen, auf unheimliche kopflose Reiter, kampfwillige Ritterelfen und noch vielen anderen tollen Bewohnern von Fabula.
Das Abenteuer bietet viel Freude beim Lesen, die Spannung ist gut dosiert, es wird nicht zu düster.
Der Mut von Will und die Feenkraft von Charlotte bilden ein Kraftpaket, welches für die Vernichtung der dunklen Fee von Nutzen ist.
Gemeinsam mit den Fabelwesen kämpfen sie für die Freiheit. Junge Leser werden großen Gefallen am 2. Teil dieser märchenhaften Geschichte haben.

Es ist nicht unbedingt erforderlich, den 1. Teil zu kennen, da es Wiederholungen gibt. Um die Fabulaner und die Zwillinge besser kennenzulernen, empfehle ich den ersten Fabula doch zu lesen. Es entgeht einem sonst eine schöne Geschichte.

Akram El-Bahay verknüpft seine Herkunft mit seiner Fantasie, daraus entstehen tolle Abenteuer mit interessanten Figuren.

Es gibt viele schöne Momente, besonders wenn die die Fabulaner sich so sehr freuen, Will und Charlotte zu sehen. Ich mag die Charaktere sehr.
Charlotte ist sehr mutig als Drachenfee. Mit dem Zauberstab kommt sie ganz gut zurecht.
Will könnte die bösen Gestalten einfach weg erzählen, er ist lernfähig und wächst mit den Aufgaben. Die Entwicklung der Zwillinge ist spannend und bewundernswert.
Jungen und Mädchen ab 10 Jahren kann ich das Buch sehr empfehlen. Mir als Erwachsene hat es auch viel Freude bereitet.
Allein das Cover ist wunderschön gestaltet und am Ende von Buch gibt es eine schöne Zugabe.