Sonntag, 6. November 2016

Sonnenbrille Adizero Tempo L+S

Den ganzen Urlaub hatte ich Zeit, um mir zu überlegen, ob ich mir eine neue Sonnenbrille fürs Laufen kaufen sollte. Es ist nicht so eine normale für 50 Euro, sondern so ein richtig teures Teil.
 
Vor dem Urlaub hatte ich mir zwei Brillen unverbindlich zur Auswahl bestellt.
Für mich passte die Adizero tempo L+S am Ende besser. Sie ist obercool!
Mittlerweile habe ich den ersten Testlauf hinter mir und die Brille ist noch gar nicht bezahlt. Scheinbar sehe ich nicht nur cool, sonder auch noch vertrauenserweckend aus.
Meine Beraterin an meiner Seite war ebenfalls so überzeugt, dass wir gleich zwei Brillen gekauft haben. Allerdings passte für ihr Gesicht eine andere Brille besser. Diese Brille kann ich ja noch einmal gesondert in einem Beitrag vorstellen.
 
Für das Geld bekomme ich eine Reihe von Funktionen.
 
  • Ein Gummiband, damit die Brille nicht rutscht, selbst bei einem schweißtreibenden Lauf. Das Band kann ich auch entfernen.
  • Bei der Brille drückt nichts. Sie ist sehr leicht. Die Bügel und die Nasenpads können leicht verstellt werden.
  • Die Gläser können bei Bedarf ausgetauscht werden.
  • UV-Schutz
  • Rundum-Sicht, keinen störenden Rahmen, keine unangenehme brechung durch die Wölbung der Gläser
  • Wind- und Insektenschutz
  • Im Alltag, zum Laufen und Radfahren bestens geeignet
  • Die Sonnenbrille kann ich auch beim Verfassen von miCoach B
    eiträgen aufhaben und noch alles erkennen, was ich schreibe.
Dazu gibt es ein Etui.


 

Sieger laufen aufrecht!

Bei manchen Läufen gehen wir an unsere Grenzen. Wir sind dann oft geneigt uns nur auf die Beine zu konzentrieren und uns hängen zu lassen. Doch gerade, wenn die Kräfte nachlassen, ist es wichtig, möglichst effizient zu laufen. Also, achten wir auf einen gescheiten Armschwung und aufrechtem Oberkörper, auch wenn es schwerfällt. Ein sauberer Laufstil spart Energie und wir können besser atmen. Letztlich sehen wir auf dem Zielfoto wie ein Sieger aus und nicht wie eine Banane.

Siehe auch:
Der Richtige Laufstil - YouTube

Samstag, 5. November 2016

Rosige Aussichten

Da schreibe ich ein paar Beiträge zum Berlin Marathon, schon glaubt Google ich würde mich für Berlin interessieren.

Noch eindruckvoller ist jedoch das Beispiel: Ein Mann beschwert sich bei einer Supermarktkette, warum seine 16 jährige Tochter immer diese Werbung für Babyartikel erhalte. Sie sei noch zu jung. Der Supermarkt-Sprecher informierte den Vater, dass die Tochter tatsächlich schwanger war. Das hätten die Spuren der Tochter im Netz gezeigt, die der Supermarkt zur Platzierung seiner Werbung auswertet.

Die künstliche Intelligenz ist in unserem Zeitalter auf dem Stand eines Vierjährigen. Unternehmensentscheidungen werden bereits also auf der Basis dieses Vierjährigen getroffen. Ich hoffe, dass wir diesen Kindstatus noch ein bischen halten können. Denn Kinder in diesem Alter machen unser Leben sehr bunt. Sie bringen uns mit ihren Interpretationen und Weltanschauungen zum Lachen und manchmal machen sie uns vor, wie sie an gewisse Dinge spielerisch, unvoreingenommen und kreativ herangehen.

Kinder laufen übrigens zumeist intuitiv richtig und verlernen es im Alter wieder. Zurück zu den kindlichen Big-Data Monstern: Genießen wir es, solange die künstliche Intelligenz noch kindlich ist. Sie wird älter werden und damit immer mehr erwachsen. Wie jedes Kind wird es immer mehr selbständig und verlässt das Haus. Die künstliche Intelligenz verfügt dann nicht das Wissen eines einzelnen Erwachsenen, sondern Weltwissen. Dieses Zukunftsszenario wird sich auf unsere Selbstbestimmung auswirken.

Die Entwicklung von autonomen fahrenden Vehikeln wird dazu führen, dass wir nicht mehr selbstfahren müssen. Eine künstliche Intelligenz würde viel sicherer und energieeffizienter fahren. Jedes Fahrzeug wäre auch besser vernetzt mit seiner Umgebung im Vergleich zu einem menschlichen Fahrer.
Daher genießen wir die letzten Jahre, wo wir noch bremsen und beschleunigen dürfen.

Analog könnte ich mir vorstellen, dass die künstliche Intelligenz uns noch mehr Einsparungen bringen wird. Beim Laufen verbrennt der Mensch jede Menge Kalorien. Diese Energie muss er durch Nahrung aufnehmen. Aber die Weltbevölkerung steigt und Nahrung ist teuer. Es wäre also gut, wenn der Mensch sich weniger bewegt. Wenn er den Drang hat zu laufen, dann nur virtuell und unter ständiger Aufsicht.

Freitag, 4. November 2016

Mückenstich

Kennt Ihr das? Ihr liegt allein im Bett und werdet von Mücken attackiert. An einem anderen Tag liegt Ihr mit jemand anderen im Bett und auch hier werdet Ihr zerstochen, während Euer Bettnachbar keine Stich abbekommt.

Wenn dies zutrifft, dann seid Ihr vemutlich weiblich, denn Mücken sind wählerisch. Die Insekten bevorzugen Frauen, Schwangere und Kinder, vor allem wegen der erhöhten Körpertemperatur.

Doch die Viecher kommen nicht nur nachts raus. Da frühstücke ich gemütlich und zack hat mich doch so ein Mückenvieh erwischt.

Das ist die Gelegenheit ein altes Hausmittelchen auszuprobieren. Essig wirkt wunderbar gegen einen Insektenstich. Die Schwellung ging sofort nach dem Auftragen zurück und eine Minute später war der Juckreiz auch weg.
Essig kostet nicht viel und ist stets im Haushalt vorhanden. Er ist zudem biologisch.

Es sind nicht zwingend die großen Tiere, die für Läufer gefährlich werden können, sondern die kleinen Viecher.
  • Durch Pferde kommen 20 Menschen pro Jahr um.
  • Ebenso töten Ameisen 20 Menschen pro Jahr.
  • Kühe sorgen bei 22 Menschen pro Jahr für eine vorzeitiges Ableben.
  • 10.000 Menschen sterben pro Jahr durch Schnecken (Bilharziose).
  • 25.000 Menschen verenden pro Jahr weltweit durch Hunde.
  • Mücken machen 725.000 Menschen pro Jahr platt.
  • Man soll zwar aus einer Mücke keinen Elefanten machen, aber im Vergleich zu Mücken sind Elefanten eher harmlos. Sie haben nur 500 Menschenleben auf dem Gewissen. Ab und zu glaube ich zwar einem Elefanten im Wald gesehen zu haben, aber sie sind doch eher selten.
Für Läufer ist ein guter und tiefer Schlaf wichtig für die Regeneration. Das Fenster während der Nacht zur Abkühlung auf zu lassen, scheint für Mücken eine Einladung zu sein. Die Mücken sind heutzutage gut organisiert. Siehe Beitrag von Katy.

Siehe auch:
10kmlauf.blogspot.com - Mückenatlas
deutschlandfunknova.de - Fiese Kriebelmücke 
eurekalert.org - Mosquitoes remember human smells, but also swats, researchers find

Mittwoch, 2. November 2016

Erlangen-Tennenlohe

Der Himmel sieht schon bedrohlich aus. Kollegen raten lieber im Gebäude zu bleiben. Ich denke mir, dass viele immer einen einen Grund finden, um nicht zu laufen. Es war windig heute okay. Aber solange der Wind von hinten kommt, ist das kein Problem, sondern macht sogar Spaß.
Weniger Freude am Wind hatte ein Autobesitzer.


Ich habe eine Laufstrecke gewählt, die wenig hohe Bäume bietet. Gefährlich sind natürlich herunterfallende Äste, deswegen gebührt Vorsicht, aber einschüchtern lasse ich mich nicht.

In Erlangen-Tennenlohe gibt es zwei Kunstwege und eine Skulpturenachse. So können wir bei einem Lauf unser Kunst- und Sportinteresse miteinander verbinden.























Siehe auch:
Walderlebniszentrum

Wie sieht das Arbeitsleben in der Zukunft aus?

Ich liebe es, in die Glaskugel zuschauen. Heute habe ich dort meinen Arbeitsplatz in zehn Jahren gesehen. Da hat sich einiges getan:
 
An der Pforte werde ich von einem Roboter begrüßt, der Hausmeister wurde ebenfalls durch einen fahrenden Blechkasten ersetzt. Der tauscht gerade Leuchtmittel aus und putzt gleichzeitig den Boden.
Es gibt nur noch wenige echte menschliche Kollegen, denen ich im Korridor begegne. Die meisten werden bei Bedarf vom Unternehmen beauftragt: Selbstständige, Zeitarbeiter und andere Kameraden aus dem Niedriglohnsektor.
Hier und da tauchen dreidimensionale Avatare in meinem Umfeld auf. Viele Dienstreisen werden erspart, weil wir mit Hilfe der Virtual Reality überall sein können.
 
Wie geht es der Wirtschaft. Schlecht, denn erstens haben viele kein Geld und zweitens sind die vielen Automatisierungen, Virtualisierungen teuer. Die Ersparnisse mit Lohnsektor, werden durch teure technische Errungenschaften aufgesogen. Die Kaufkraft der Menschen ist geschwächt.
 
Es gibt nur noch wenige große Konzerne, die sich diesen Markt aufteilen: Adidas, Google, Amazon und Continental.
 
Die Bevölkerung ist unzufrieden. Massenarbeitslosigkeit, nur wenige haben unbefristet Vollzeitstellen. Durch künstliche Intelligenz wurden viele Arbeitsplätze ersetzbar. Es gibt kaum mehr geradlinige Lebensläufe. Viele hüpfen von Jobangebot zu Jobangebot. Dabei wird jeder Angestellte und Mitarbeiter durch Wearables überwacht: Wo laufen sie herum, sind sie aktiv, bewegen sie sich genug, was macht der Herzschlag, sind sie ausgeruht, drogenfrei, etc.? All das wird verwendet, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer zu beurteilen. Jede Verfehlung wird protokoliiert und dokumentiert.
 
Früher hatte ich ein Büro mit echten Wänden, heute ist es ein virtueller Raum, den ich zum Teil selbst gestalten konnte. Im Raum hängen einige Apps, die ich per Gesten und Sprachsteuerung bedienen kann. Papier, Ordner, Bücher, Computer sind nicht zu finden. Alle Arbeitsmittel, Informationen und notwendiges Wissen wird aus der Cloud gezogen. Ich weiß, dass ich nichts weiß ohne die Cloud. Die Cloud hält das Unternehmen zusammen.
 
Warum bin ich überhaupt noch da? Kreativität und neue Ideen sind gefragt. Das ist der einzige Schwachpunkt der Maschinerie um mich herum. Dafür brauchen sie uns noch, denn die Unternehmensleitung hat erkannt, dass es ein paar unberechenbare Elemente im Unternehmen geben muss, die über den Tellerrand hinausdenken, Trends aufspüren, auf Gefahren hinweisen und aus einem gewohnten Umfeld gedanklich ausbrechen können.
 
Die Glaskugel wird unscharf, flackert und ich seufze. Was haben wir es aktuell gut!

Wildpferde bei Erlangen

Zu Erlangen fallen mir als erste Attraktionen der botanische Garten (Laufstrecke: Schlossgarten Erlangen (Bayern)) und die Wildpferde im Tennenloher Forst ein. Beides kostet keinen Eintritt.

Für die heutige Laufrunde entscheide ich mich für die Wildpferde. Ich laufe sie sogenannte Sonnenrunde mit freiem Blick in Himmel. Doch was da runter kommt ist nur Regen. Kein Problem, ich bin dick eingepackt, wasserdichte Schuh, Jacke, Hose und Haut. Da perlt alles ab.

Ob die Bilder, die ich Euch mitgebracht habe was geworden sind, werdet Ihr gleich sehen. Ihr müsst Euch alles in strahlendem Sonnenschein vorstellen, dann hat der Ort etwas Magisches.

Lange Zeit wurde das Gelände von den Amerikanern als Truppenübungsgelände missbraucht. Nach dem sie alles zerbombt mit Panzern umgepflügt und ihren Schrott und Zeitbomben dagelassen haben, sind sie abgezogen, da es hier langsam ungemütlich wurde. Noch heute stehen überall Lebensgefahrschilder, weil im Wald noch Munitionsreste lauern, die jederzeit hochgehen könnten. Also immer auf den Wegen bleiben.

Immer dort wo der Mensch also in Schranken gewiesen wird, kann die Natur sich frei entfalten und so entstand ein wunderbares Nuturschutzgebiet mit selten Pflanzen und Tieren. Mal sehen, ob wir heute Glück haben und ein paar Przewalski-Wildpferde sehen.

Der Wald steht unter Wasser



Das Gehege der Wildpferde ist weitläufig. Wir werden uns das später mal von weiter oben anschauen. Wenn das eine Gebiet abgegrast ist, dann können sie in ein anderes wandern. Also weiß der Besucher eigentlich nie genau in welcher Ecke sie gerade herumziehen. Also ich sehe hier keine Wildpferde.



Und hier? Auch nichts!



Also gehen wir mal auf den Kugelfang. Die Amerikaner haben diesen Berg aufgeschüttet, damit sie ein möglichst unverfehlbares Ziel für Ihre Artillerie hatten. Auf diesem Berg können wir über den ganzen Wald bis nach Nürnberg schauen. Nun normalerweise bei Sonnenschein, nicht heute.


Auf allen Freiflächen könnten wir Pferde entdecken. Aber es ist zu diesig und die Pferde sind auch gut getarnt durch ihre Fellfärbung.

Zum Schluss unserer Tour finde ich doch noch eine Herde. Hier ein nasses Wildpferd.



Ein Baum von unten.



Aber wenn hier im Wald jemand umkippt, dann wächst schnell Gras drüber.

Und die Abschussrampen... Von hier aus sieht der Berg gar nicht mehr so unverfehlbar aus.



Gerne komme ich wieder. Bei Sonne...