Sonntag, 22. November 2020

Klopapier Workouts

Es gibt Klopapier, dass innen keine Papprolle hat, dafür aber mehr Blätter. Somit wird jedes Blatt genutzt ohne Müll am Ende der Rolle zu produzieren. Selbst, wenn es meist nur eine Papprolle ist, die ordnungsgemäß recycelt wird, habe ich ein gutes Gefühl, wenn sich auch das vermeiden lässt. 

Klopapier eignet sich auch für sportliche Übungen in den eigenen vier Wänden:
Es stellt sich die Frage, wie oft die Fitnessgeräte benutzt wurden, die angeschafft wurden.

Samstag, 21. November 2020

Jenseits aller Ziele

Ein ZEN Mönch zu seinem Meister: "Meister, muss man sich nicht erst verlaufen, um seinen Zielort zu finden?" 
Der Meister antwortet: "Seit ich keinen Zielort mehr habe, verlaufe ich mich nicht mehr!"

Mein Garmin Fitness Ratgeber ist aktuell sehr nervös. Bei jedem Training bekomme ich eine Auszeichnung "Unproduktiv". Gestern habe ich die höchste Auszeichnung bekommen in Blutrot: "Übertraining". 

Vermutlich ist es tatsächlich ungewöhnlich für die Garmin App, wenn jemand an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden einen Marathon läuft.

Nun, aktuell vertrage ich die Extremläufe sehr gut. Lange Tapering- und Erholungsphasen sind gefühlt nicht notwendig. Sicher ist es eine Gradwanderung, aber die beherrsche ich. Ich habe gutes Schuhwerk. Ich bin zudem unglaublich in Form, wie noch nie, doch zugegeben es wird Zeit, die Wochenleistung wieder etwas zurückzufahren.

Die meisten Menschen haben ein Problem, dass sie zu wenig Sport machen. Ich hingegen mache definitiv viel Sport. Ob es zuviel ist, dass muss ich selber entscheiden. Ich laufe nicht selbstzerstörerische Wettkämpfe, sondern nach Körpergefühl. Trainingspläne betrachte ich als Orientierung und spielerische Komponente, um Abwechslung zu haben. Gerade das persönliche Gefühl und die Erholung kann der Garmin Coach noch sehr schlecht determinieren.

Ich bin gespannt, ob sich das noch einspielt, nachdem ein ganzes Jahr Workouts von Garmin analysiert werden kann. Aktuell kann Garmin ja nur auf die zurückliegenden 2 Monate zurückblicken. Und die sind in der Tat ungewöhnlich, auch für mich.
Es gibt bei Garmin noch keinen Marathon Plan (oder dieser ist noch nicht für mich freigeschalten, weil ich den HM Plan noch nicht abschließen konnte). Somit wird ein Garmin Coach nervös, wenn jemand intensiv für Marathon trainiert und diesen auch noch mehrmalig absolviert.


Aktuell nehme ich Hörspiele mit auf meinen Lauf, so kann ich ein "Buch" konsumieren und nebenbei einen langen Lauf absolvieren. Die Trainingszeit vergeht wie im Nu und ich freue mich auf das nächste Training, damit weiter im Buch komme.

Neulich habe ich "Männopause" gehört - Entertainment von Ralf Linus Höke. Es wurde von der Stimme von Jürgen von Lippe erzählt, wie man als Mann üblicherweise mit dem Älter umgeht und wie es von anderen wahrgenommen wird. Es war amüsant erzählt. Und es wär auch nicht so lustig, wenn es nicht auch überwiegend zutreffend wäre, wie sich die meisten Männer entwickeln.

Nun, ich werde so nicht enden, sondern vollkommen unproduktiv und übertrainiert durch das Leben laufen. Nützt dies der Gesellschaft? Nein! Ist es damit nutzlos? Nein! Es nützt mir ein ausgeglichenes, glückliches und leistungsfähiges Leben zu führen für den Fall, dass es mal notwendig sein wird.   
Das normale Leben lastet mich körperlich nicht aus und ich vermeide es auch, dass ich von Verpflichtungen und Aufgaben aufgehalten werde. Ich stelle fest, ich habe kein Ziel, aber verlaufen tue mich somit nicht.  

Literaturagentur

Projekt „UNGEBUNDEN.“: Belletristisches Manuskript/Exposé einsenden und Unterstützung bekommen bei der Veröffentlichung.

ungebunden.blogs.ruhr-uni-bochum.de

Kostenlose Apps zur Tier- und Pflanzenbestimmung

Apps
  • NABU Insektenwelt
  • NABU Vogelwelt (in-App Käufe)
  • Pilze App von Vocom (in-App Käufe)
  • Birdnet von TU Chemnitz
  • Flora Incognita  von TU Ilmenau
  • Naturblick vom Museum für Naturkunde Berlin (Pflanzen und Tiere)
  • Merlin Bird ID von Cornell Lab of Ornithology (Vogelname auf Englisch)
Webportale

Freitag, 20. November 2020

A Good Girl's Guide to Murder von von Holly Jackson

Ein 5 Jahre alter zurück liegender Mordfall in einem amerikanischen Städtchen wird wieder aufgerollt. Die Schülerin Pippa hat sich den Fall als Schulprojekt ausgesucht. Was zunächst eine einfache Recherche werden soll, führt zu einem spektakulären Ergebnis. Ein Junge wurde des Mordes am seiner Freundin bezichtigt, kurz darauf findet man ihn im Wald, es sieht wie Selbstmord aus. Sehr schnell sind sich die Bewohner von Little Kilton einig, ganz klar, Sal hat Andie getötet. Einige Unstimmigkeiten lassen Pip aufhorchen und sie kniet sich tief in den Fall hinein. Dabei vernachlässigt sie andere Dinge und wird allmählich unaufmerksam in der Schule. Dabei muss sie dringend ihre College Bewerbung fertig machen. Die Recherche entwickelt sich zu einem Kriminalfall, der sehr viele Lücken aufweist und immer mehr verdeutlicht, Sal war unschuldig. Pippa gräbt Dinge aus, die aus einer dunklen Vergangenheit stammen und sie gerät in Gefahr. Manche Geheimnisse sollten in Ruhe gelassen werden, aber Pip gibt nicht auf, sie lässt sich nicht einschüchtern. Das Buch gewinnt sehr schnell an Tempo, die Spannung steigert sich enorm. Ich habe die Geschichte kaum beiseite legen können, so sehr hat mich Pip mitten rein gezogen. Die Entwicklung der Auflösung des Falls Andie/Sal ist extrem gut geschrieben. Man fiebert mit, wenn Pip recherchiert und zittert, wenn es brenzlig wird. Nebenbei ist der Humor große Klasse. Pippa ist cool und wortgewandt, sie lässt sich nicht ausbremsen. Mit ihrem Mut und ihrer Willenskraft schafft sie eine Aufklärung, mit der niemand gerechnet hat. Der Schreibstil ist fantastisch, sehr anziehend und süchtig machend. Die Charaktere sind bunt gemischt und interessant. Man rätselt mit und ist bei Suche nach dem wahren Mörder voll dabei. Von Pip würde ich gerne mehr lesen, Potential zu einer Fortsetzung gibt es auf jeden Fall. Es ist ein Jugendbuch, aber auch für Erwachsene absolut empfehlenswert.

Mittwoch, 18. November 2020

Laufen. Essen. Schlafen.

Das Buch "Laufen. Essen. Schlafen" geschrieben von Christine Thürmer gibt Einblicke in ihr außergewöhnliches minimalistisches Leben. Sie ist eine Aussteigerin, die Beruf Beruf sein lässt und eher ihrer Berufung nachgeht. Sie lebt schließlich nur einmal und möglicherweise gefühlt zu kurz. Daher will sie ihren finanziellen Puffer nutzen und jetzt die berühmten Trails entdecken.

Im Verlauf des Buches stelle ich immer mehr fest, dass diese Trailwandererszene und die Gefahren nichts für mich sind. Ich bin doch eher ein Freund stilvollen Wanderns und ambitionierter Läufer. Um Trailangels würde ich einen großen Bogen machen und die Ernährung erscheint mir unangemessen.

Gesunde Ernährung, Lebensweise, Komfort und bewegen in der Natur bilden für mich die perfekte Einheit. Doch gerade für den Komfort ist ein regelmäßiges Einkommen zuträglich. Lebt man eher minimalistisch und stopft und raucht alles in sich hinein, was angeboten wird, dann lässt sich auch mit weniger auskommen.

Für mich ist das gewählte Leben von Christine Thürmer so nicht erstrebenswert. Doch ich freue mich, dass die Autorin gerade durch die Vorträge und veröffentlichten Bücher finanziell klar kommt. Wandern und Schreiben verbindet sich gut.

Wandern kann sie glücklicherweise bis ins hohe Alter. Es müssen ja auch keine Fernwanderwege aus Übersee sein. Die Trails beginnen meist vor der Haustür.

Der Leser kann in diesem Buch ihre ersten Erfahrungen und die Schlussfolgerungen als Weitwanderin nachvollziehen.

Es gibt nicht viele wandernde Frauen, die derart viele Trails weltweit schaffen. Zumindest gehend. Ich selbst kenne mehrere Läufer und Läuferinnen, die solche Trails mit einem Geschwindigkeitsrekordversuch beenden. Allerdings meist mit einem Pacer und mit einem Wohnmobil, dass nachts dem erschöpften Läufer eine Herberge bietet.

Somit ist der Titel etwas irreführend. Gelaufen wird in diesem Buch nicht. Die Autorin nimmt sich als "German Tourist" alle Zeit der Welt.


Siehe auch:

Sonntag, 15. November 2020

Meine Olympiade

Die wenigsten Menschen haben Gelegenheit mehr als fünf Sportarten und -disziplinen selbst zu praktizieren. Die wenigsten Menschen versuchen, eine fast philosophische Schlussfolgerung aus jeder persönlichen Erfahrung zu ziehen. Im Buch/Hörspiel "Meine Olympiade" geht der Autor Ilija Trojanow genau diesen Weg und erzählt uns Lesern, was er aus dem Einstieg als Amateur (nicht mit dem Anspruch eines Profis) mitgenommen hat in amüsanter und unterhaltsamer Weise.

Das Buch ist allein durch diesen Plot sehr originell und unterscheidet sich von einschlägiger belehrender Sportfachliteratur.

Der Autor nutzt seine Neugier und seine Experimentierfreude und bringt indirekt dem Leser nahe, dass es mitnichten nur die "eine wahre und gewinnbringende" Sportart geben muss. Alle Sportarten haben eine Berechtigung und einen Zweck, uns als Mensch mit allen seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten wahrzunehmen und auszuprobieren. Nicht jeder muss Perfektion erreichen.

Schade ist aus meiner Sicht, dass sich die Medien und die Politik meist nur mit Fußball beschäftigen. Mehr Diversität und ausgewogene Sportförderung wäre durchaus angemessen.