Donnerstag, 17. März 2022

La Sportiva Ultra Raptor

 


Auf einer Seite des italienischen Herstellers La Sportiva befinden sich alle Schuhe im Überblick und auch deren technische Details des Schuhs. Es fällt auf, dass die Schuhspitze dick auftragend durch eine  Schutzummantelung geschützt ist. Im Fersenbereich wurde ein Lederimitat eingearbeitet. Ob das den Schuh im Fersenbereich haltbarer macht? Oder das Gewicht von 350g?



Von der Schnürung fällt es mir schwer, einen Grad zwischen zu locker und zu fest zu finden. 

Die Dämpfung ist eher hart. Für ultralange Läufe halte ich den Schuh als für zu schwer und mit zu wenig Dämpfung.

Punkten kann der Schuh bei Schnee und nasser Umgebung. Der Fuß bleibt trocken.

Dynafit Alpine

Wieder ein neuer Schuh. Bin gespannt, wie lange die Schuhe von Dynafit halten. Sie werben mit 3 Jahre Garantie, wenn der Käufer das Produkt online registriert. Ich wäre schon froh, wenn das Produkt ein Jahr hält. Mit 290 g sind es leichte Schuhe, ab sie machen ein robusten Eindruck.




Mordseefest von Emmi Johannsen

Als Emmi Johannsen schreibt Christine Drews die Krimireihe über die Hobbydetektive Caro und Jan. Auf Borkum spielen die Bücher, weil es die Lieblingsinsel der Autorin ist.

Eine Strandparty endet in einer Katastrophe.
Das Borkumer Fest findet jedes Jahr statt und zum Abschluss gibt es ein Fallschirmspringen mit den Inseljungs.
Ein Mann findet den Tod, sein Fallschirm hat sich nicht geöffnet.
Caro und Jan finden heraus, dass der Tote gar nicht so beliebt war wie vermutet.
Sehr zum Leidwesen von Kommissar Bachmann ermitteln Caro und Jan munter drauf los.

Mit den Beiden reden die Inselbewohner lieber, als mit der Polizei. So finden sie einiges heraus, mehr als ihnen lieb ist.
Caro ist seit drei Jahren auf Borkum und fühlt sich dort mit ihrem Sohn Justus im Haus vom Schwiegervater Hinnerk sehr wohl.
Mit Jan verbindet sie eine gute Freundschaft, aus der mehr werden könnte.
Caro knabbert noch an dem Vertrauensbruch von ihrem Ex Nick.

Es ist ein amüsanter Krimi, der mit netten Charakteren und guten Dialogen punktet.
Es baut sich eine leise Spannung auf, in der ich um Cora ein bisschen Bammel hatte.
Sie ist mutig und hat eine lockere Art mit dem Inselvolk umzugehen. Ihr forsches Mundwerk kommt nicht überall gut an, doch richtig böse kann ihr niemand sein, Caro ist liebenswert.

Ich habe mit spekuliert und gerätselt, wer der Mörder ist. Die Beweggründe sind nicht unbedingt nachvollziehbar. Zum Glück lese ich das Buch nur und muss kein Urteil über den oder die Täter fassen.

Mir gefällt die Reihe sehr, Caro ist mir sympathisch und über ihren Sohn und Schwiegervater lese ich auch gerne.
Es ist schön gestaltet, dass ich mehr über die Familie erfahre und gleichzeitig gut unterhalten werde mit einem netten Cosy Crime.

Es ist empfehlenswert, die Bücher der Reihe nach zu lesen, es gibt wenig Wiederholungen.


Dienstag, 15. März 2022

Ziel 100 Tage Streak

 


Es ist schon unglaublich, wieviel schöne Plätze ich in Laufreichweite habe. Zumal wenn man so wie ich weit und jeden Tag läuft. Mittletweile bin ich bei Tag 77 des 100 Tage Streak. Was beweist, Laufen geht immer, trotz Hobbies, trotz Wetter, trotz Beruf, trotz Schweinehund. Warum macht man so etwas? Nunja mental ist es die beste Vorbereitung für einen Ultralauf, da kann man auch nicht bei 42km aufhören, denn es geht noch viel weiter. Wer stehen bleibt hat schon verloren. Konsistenz schafft Ausdauer, Ausdauer schafft Distanz. Mehr als die 1,5 m im Alltag. Im Grunde hält der Sport alle möglichen Krankheiten fern. Natürlich nicht unmöglichen, aber klar es besteht immer ein Restrisiko, die einen Läufer ins Straucheln bringen können, z.B. ein lustiges Hörbuch.

Im Moment höre ich jedoch etwas über Europas Politik. Ist schon lustig, wer alles eine Meinung hat, in der Geschichte herumgräbt, Entschuldigungen für Fehlverhalten sucht. Wir haben immer Verständnis für jeden und für alles. Wohlgenährte und gutsituierte Menschen übertragen gerne ihre Wertvorstellung auf andere. An Laufen denken sie nicht, das würde den Kopf frei machen und ein Gefühl geben etwas erreicht zu haben, nicht ein Schritt vorwärts zu kommen, sondern gleich mehrere, heute, morgen und übermorgen.

Und irgendwann habe ich die 100 Tage voll. Ja dann bekomme ich einen Badge, eine Auszeichnung. Hat nicht jeder, ist noch selten und heißt es nächstes Ziel - meine ersten Ultras. Gibt es danach noch eine Steigerung? Das Leben hält noch viele Herausforderung bereit. Was nicht tötet, macht einen ausdauernd.


Montag, 14. März 2022

Agatha Raisins erster Fall von M. M.C.Beaton

Die Vorgeschichte zur Reihe über Agatha Raisin handelt von einer jungen Frau, die gerade aus dem Armenviertel Birmingham ins schicke Mayfair in London gekommen ist. 

In der PR-Branche will die sechsundzwanzig Jahre alte Agatha Fuß fassen und Karriere machen. 

Sie bekommt ihre Chance, als sie Bryce Teller vertritt, der wegen Mordes an seiner Frau in Verdacht gerät. Hier zeigen sich die Anfänge einer knallharten Frau, wie ich sie in Cotswold kennen gelernt habe. 

Ich habe bereits 17 Bände gelesen, da hat mich die Vorgeschichte sehr interessiert. 

Es ist eine sehr kurze Geschichte, die noch eine Leseprobe zu "Der Tote im Wasser" enthält. Ich fand es unterhaltsam und nett, die junge Agatha Raisin zu treffen. 

Es ist eine gute Kriminalgeschichte mit einem sehr guten Einblick in die Anfänge einer glorreichen Karriere. 


Agatha Raisin und die Tote am Strand von M. C. Beaton

Erneut lässt sich Agatha auf James ein. Eigentlich hatte sie gedacht, sie ist über ihn hinweg. James lädt Agatha zu einem Wochenende in einem netten Hotel und einem sehr schönen Ort ein. Beides erweist sich als heruntergekommen. Die besten Tage des angeblich gemütlichen Hotels sind vorbei. 

Agatha ist sauer. Zusätzlich wird sie des Mordes verdächtigt, da am Strand eine Tote gefunden wurde, die mit Agathas Schal erwürgt wurde. Schlimmer kann es nicht werden. Also ermittelt sie und holt ihre Angestellten her. Schließlich muss sie ihre Unschuld beweisen. Wie immer ist die Polizei nicht erfreut über das Einmischen der Amateurdetektivin. Als würde Agatha davon abgehalten werden. Sie ist ungestüm wie immer und auch eine Spur unverschämt. 

Es wird amüsant und bleibt nicht bei einer Leiche. Ich mag Agatha sehr, sie nimmt kein Blatt vor den Mund und redet ungefragt munter weiter. James ist gewohnt sauertöpfisch und meint, Agatha tanzt nach seiner Pfeife. Er kann einem sehr auf den Zeiger gehen. Zur Geschichte passt es gut.

Der Fall spitzt sich zu, die Ermittlungen schleppen sich. Agatha kann das besser und sticht, wie so oft, in ein Wespennest. Prompt ist ihr Leben mal wieder in Gefahr. Ein herrliches Durcheinander entsteht, in dem nur Agatha das Oberwasser behält. Sie ist schlauer, als die Polizei. Wäre doch gelacht, wenn sie den Fall nicht lösen könnte. 

Wie so oft, ist das Buch kurzweilig und schnell gelesen. Ich bin ein Fan der Reihe und lese die Bücher von M. C. Beaton sehr gerne. Das Cover ist wie immer hübsch gestaltet. Für Quereinsteiger gibt es kleine Wiederholungen, so dass man nicht zwingend alle Bände gelesen haben muss. 



Der Bornholm-Code von Thorsten Oliver Rehm

Schmunzeln musste ich bei der Feststellung im Buch, dass die alten Germanen "Schönheit und Gebrauchswert" von römischen Artefakten nicht beachteten. Heute muss das Gemüse oder die Verpackung schön sein und es wird gekauft ohne den Gebrauchswert zu beachten. Nährwert, die Qualität oder der Geschmack sind egal, hauptsache billig.

Steckt also noch etwas Germanentum in den Deutschen. Die Industrie freut sich und trägt weiter zur Verdummung und Verdickung dieser bei.

Gewundert hatte mich ein wenig die Aufgeregtheit bei den römischen Münzen im Wikingerschiff. Ist es nicht verständlich, dass Wikinger Münzen sammeln, egal ob sie was wert sind? Also ich habe im Garten auch eine alte Zink-Münze gefunden. Ist nichts wert, aber ich mache doch sowas nicht weg und wenn es ein Haufen solcher Münzen wäre, würde ich die mitnehmen. Mein Schatz!

Schatz ist ein guter Stichpunkt, denn es besteht eine gedankliche Verbindung zwischen Römern, Germanen, einem Mann mit vier Namen, Nibelungen und Schatz.

Wunderbar, wie die Symbolik im Nibelungenlied vom Autor hergeleitet wird. Für mich fühlt es sich so an wie die Romane um Symboliker Robert Langdon von Dan Brown.

Gestrauchelt bin ich bei der Maske, wieso erhält der Finder die geklaute Maske wieder zurück und gibt dafür eine Maske, Schwert und einen Ring. Wieviel Masken sind denn im Spiel? Ich musste zurückblättern, es sind offenbar zwei im Spiel.

Krass, übrigens für Freunde des Germanentums gibt es in Nürnberg das Germanische Nationalmuseum. Eigentlich müsste es ja nationales Germanenmuseum heißen, aber Barbaren haben es nicht so mit Korrektheit.

Ich merke, dass der Autor nicht nur geschichtliche Hintergründe zu vermitteln versteht, sondern auch sonst tief abtaucht. Die Unterwasserszenen zeugen von nautischer Erfahrung, die der Autor praktisch erworben hat.

Die Recherche, die dem Buch vorausgegangen sein muss, hat letztlich zu vielen lehrreichen Seiten geführt. Nibelungen war in meiner Schulzeit kein Thema. Die Deutsche Geschichte schien erst 1930 anzufangen. Im Buch wird eine Geschichte in Bezug zur Geschichte durch eine Geschichte vermittelt. Häh?

Nun Nibelungen mit Bezügen zu historischen Fakten innerhalb eines fiktiven Romans. Wir entschlüsseln den Code, der alles verbindet und logisch erscheinen lässt.

Ich find die Mischung im Buch zwischen historischer Fiktion und fiktiver Historik gut. Dramaturgisch hätte ich nur den Schatz zu finden später im Verlauf eingebaut. Gleich zu Beginn des Buches beim Schatz anzufangen und dann zu ermitteln, wie er dahin gekommen ist, ist ungewöhnlich.

Von anderen Lesern bemängelnde "Längen" im Buch kann ich lediglich in Form von inhaltlichen Wiederholungen bei den Schlussfolgerungen aus dem Nibelungenlied und den etwas lamg geratenen Monologen von den Akteuren erkennen. Ich lese darüber hinweg.

Ich lese die Kurzzusammenfassung zum Nibelungenlied mit Interesse. Es weckt Erinnerungen. Ich kannte die Handlung, aber sie war nicht abrufbar. Verschollen wie der Nibelungenschatz in den Tiefen meiner Gehirnwindungen. Damals habe ich die Symbolik nicht erkannt. Das Buch lässt meine Augen größer werden als sie schon sind.

Eigentlich hatte das Buch schon im ersten Drittel gefesselt. Es passiert immer etwas Überraschendes. So wie jetzt, denn ich vergebe 6 Sterne für das Buch "Der Bornholm-Code" von Thorsten Oliver Rehm.