Samstag, 8. Januar 2022

Die unhöfliche Tote von S. J. Bennett

Durch die Nutzung der realen royalen Namen und Umgebung der Queen Elizabeth II in dem Hörbuch "Die unhöfliche Tote", Einpflechtung von aktuellen Gegebenheiten wie Brexit und in Verbindung mit der gepflegten Ausdrucksweise, wirkt das Hörspiel authentisch und gut von S. J. Bennett recherchiert. Wir kennen die Queen ja nur aus der Öffentlichkeit. Da mag es schon unterhaltsam sein, wenn die private Seite fiktiv ergänzt wird. Ich halte es nur wegen im Hinblick auf Persönlichkeitsrecht fragwürdig, aber der Verlag wird sich wahrscheinlich vergewissert haben, wie weit er gehen kann. Möglicherweise hat die reale Queen ja schon private Ermittlungen geführt. Sicherlich gehen in ihrem Königshaus auch merkwürdige Dinge vor, wie ein verschwundenes Bild.

Mein Gesamteindruck ist, dass die Handlung um die tote Haushälterin in lauter Nebensächlichkeiten untergeht. Das ist jedoch üblich bei einem Cosy Crime. Es kommen sehr viele Personen und Szenen vor, die eher der Ausschmückung der handelnden Figuren und deren psychosozialen Verstrickungen dienen. Glücklicherweise vermag die Sprecherin Sandra Voss durch Stimmveränderung und Betonung die jeweiligen Personen gut unterscheidbar zu machen. 

Im späteren Verlauf nimmt die Handlung mit der Ermittlung langsam Fahrt auf. Für mich war das alles sehr zäh. Ich würde anraten, es erheblich zu kürzen. Mehr als 12 Stunden Cosy High Society Crime ist schon mühsam, zumal wenn ich zuvor einen Thriller gehört habe.

Wer hingegen auf Cosy Crime mit Royal Flair steht, ist bestimmt amused.

Im Vergleich zu den Werken von C.C. Benison, die auch eine ermittelnde Queen thematisiert, finde ich die Umsetzung von von S.J. Bennett weniger unterhaltsam.

Ich werde kein Fan der Reihe. Die Protagonisten sind mir weder sympathisch, noch empathisch genug, um mich zu begeistern. Ich finde auch nichts, was mich erheitert. Britischer Humor ist allerdings tatsächlich nicht mein Humor.

Dennoch ist das Hörspiel sauber geschrieben, detailliert und immer wieder reale Bezüge und unverkennbare Ähnlichkeiten zur britischen Aristokratie, sodass das Buch aus rein fachlicher Sicht eine gute Bewertung verdient hat. Es kann nichts dafür, dass ich nicht jede Schlagzeile und jeden Auftritt der Königin Elizabeth mit leuchtenden Augen verfolge und sich die erwachsene Begeisterung dann auf die Buchbewertung überträgt. Doch es thematisiert, was viele insgeheim vermuten, dass es im nicht öffentlichen Leben weniger königlich zu gehen könnte, sondern kriminell. Daher ist das Hörspiel Adel verpflichtet.

Freitag, 7. Januar 2022

Die Geheimnisse des schwebenden Kontinents von I. P. Becker

Die Geheimnisse des schwebenden Kontinents von I. P. Becker ist eine unterhaltsame, einfallsreiche und kurzweilige Geschichte. Mit insgesamt 90 eBook Seiten ist es schnell gelesen. Ich ordne das Buch quasi zwischen Cosy Fantasie, magisches Märchen, einer Insel mit zwei Bergen und Jazz ein. Jazz ist Freiheit, das Synonym für ein besseres Leben.

Es sind schon putzige Charaktere, die ich nach und nach kennenlerne und liebgewinne, wie der spritzige Wasserspeier (ich will auch so einen), ein strickendes Wehrhuhn, ein Magier mit langer Nase, Elben wie man sie sich vorstellt und nicht vorstellt, u.v.m.

Manchmal erwartete ich etwas Aufregendes, Spannendes, möglicherweise einen Kampf, aber das ist ganz und gar nicht, was das Buch bedient. Es hat ein anderes Strickmuster, wie zum Beispiel lustige Szenen, überraschende Entwicklungen und einen schlüssigen Gesamtplot. In der Geschichte tauchen wenig ernstzunehmende Schwierigkeiten auf. Aber kein Wunder, wenn man den richtigen Riecher hat und immer eine Nasenlänge voraus ist.

Ich würde mir eine Fortsetzung wünschen, denn der Epilog deutet an, dass die Geschichte längst nicht zu Ende ist.
Eigentlich schade, dass das Buch nur so kurz ist. Für mich ist das Buch eine klare Empfehlung für die Fantasy-Fans, die unkomplizierte, humorvolle und lehrreiche Unterhaltung suchen.

Pip rettet den Wald von Rebecca Reed

Das junge Eichhörnchen Pip ist ein mutiges Kerlchen. Er ist schnell, flink und kann weit springen.
Als die alte Eiche in seinem Wald zu Grunde geht, herrscht große Aufregung. Wenn der Hütebaum des Waldes stirbt, gibt es für die Tiere keine Hoffnung auf Leben.

Oben im Wipfel hängt die letzte Eichel.
Diese muss gerettet werden, um einen neuen Baum wachsen zu lassen.
Die Hasen, Dachse, Eichhörnchen und Füchse erheben Anspruch auf die Eichel.
Wer darf sie pflücken und wer trägt die Verantwortung?
Pip ist so mutig und nimmt sich der gefährlichen Aufgabe an.

Eine bezaubernde Reihe hat Rebecca Reed begonnen. Mit einer Leseprobe am Ende vom Buch macht sie neugierig auf die Fortsetzung.
Begleitet wird die spannende Geschichte um Pip mit Zeichnungen von Nina Dulleck, die u.a. die Schule der magischen Tiere mit Bildern bestückt hat.

Zum Vorlesen oder selber lesen, da werden Kinderaugen strahlen. Die Schrift ist groß und einfach zu lesen.
Es steckt viel darin, Neugier, Freundschaft, Mut, Glaube, Verzeihen und jede Menge Spannung.
Die Natur ist wichtig und wird dem jungen Leser nah gebracht. Die Bäume und Pflanzen im Wald müssen geachtet und gehütet werden, sonst stirbt das Leben darin.
Die Altersempfehlung ist ab 8 Jahre, vom Inhalt her ist das Buch für mein Empfinden auch ab 6 Jahre geeignet. Aufgrund der zeitweise düsteren Stimmung halte ich die Altersempfehlung für gerechtfertigt. 




Donnerstag, 6. Januar 2022

Was bleibt, wenn wir sterben Erfahrungen einer Trauerrednerin von Louise Brown

Die Journalistin Luise Brown wechselt nach dem Tod ihrer Eltern den Beruf. Als Trauerrednerin spendet sie den Hinterbliebenen tröstende Worte.
Mit viel Feingefühl und Empathie trägt sie die Gedanken der Verstorbenen in die Trauerhalle. Sie versucht zu helfen, in dem sie Worte findet, die den Verwandten und Freunden helfen, mit dem Verlust ein wenig besser klar zu kommen.
Es ist immer schwer, die richtigen Worte zu finden. Louise Brown hat ihren Weg gefunden, sich in die Menschen einzufühlen.
Für die Autorin selber war es ein langer Weg, bis sie aus ihrer Trauer um die geliebten Eltern heraus gefunden hat.
Ich finde es mutig und sympathisch, dass Louise Brown mir einen Einblick in ihre Seele gezeigt hat. Dies machte sie mir sehr sympathisch. Zwischen den Seiten spüre ich ihre Gefühle, die sie zu Papier gebracht hat.
Für mich hat das Buch sehr viel gebracht.
Ich habe tröstende Worte gefunden, die mir geholfen haben, den Tod meines Vaters ein bisschen leichter zu machen.

Die Autorin hat viel Mitgefühl und kann sich sehr in die Angehörigen einfinden.
Dies ist deutlich spürbar, die Seiten sind damit gefüllt.

So sehr mir das Buch auch gefallen hat, nach etwa 3/4 lesen hatte ich genug und musste es erstmal beiseite legen.
Es ist kein Buch, was ich am Stück zu lesen empfehle. In Häppchen ist es besser und bringt einem mehr.

Grundsätzlich kann ich es aber weiter empfehlen. Nicht nur für Menschen, die gerade einen Verlust erlitten haben, sondern auch als Ratgeber.
Was kann ich z.B. tun, wenn ich jemanden mein Beileid bekunden möchte.



 

Gugelhupf mit Rosinen und Lebkuchengewürz

 




Samstag, 1. Januar 2022

Tafiti und der große Zauberer von Julia Boehme

Pinsel quält ein Schluckauf. Alle Tipps und Tricks helfen nicht.
Ein Zauberer ist in der Savanne und der kann vielleicht den Hicks weg zaubern.
Auch andere Tiere können Hilfe gebrauchen.
Doch der Zauberer ist nicht sehr nett zu allen Tieren. Der führt was im Schilde.
Tafiti muss ihn aufhalten, bevor noch mehr Tiere leiden. Er hat bestimmt eine Idee.

Sehr niedlich beginnt die Geschichte, Tafiti kümmert sich sehr nett um Pinsel.
Auch Omama und Opapa sind hilfsbereit.
Eine lehrreiche Geschichte mit einem schönen Ende.

Hier kommt die Gier zum Ausdruck. Wenn man immer mehr will und auch von anderen nimmt. Dies hat mir gut gefallen, Kinder können wieder viel lernen.
Begleitet wird die Geschichte wieder mit liebevollen Zeichnungen von Julia Ginsbach.

Es ist toll und genial, was für verrückte Ideen Julia Boehme hat. Die Reihe über Tafiti spinnt sie hoffentlich noch lange weiter.

Es ist wieder eine gelungene Geschichte für erste Leser und zum Vorlesen. 






Erster Lauf in 2022

Es hat schon was, am Neujahrstag durch den Wald zu laufen. Der Wald ist leer und einladend für einen langen Lauf.

Zuhause wartet ein Brathuhn auf hungrige Läufer. Das wollte keiner für die Festtage und ich habe es für einen Zehner erstanden. Dieses Jahr werde ich einmal eine Liste führen, wieviel Pfand ich erlaufen habe. Ich freue mich über die verbesserten Rahmenbedingungen. Es gibt weniger Ausnahmen im Getränke-Pfandsystem. Es müsste mehr zu finden sein. Vielleicht reicht das Pfandgeld für die Startgebühr für einen Lauf bezahlt. Wir werden sehen. Alkohol wird ja auch teurer, aber ich rechne nicht damit, dass das zu weniger weggeworfenen Dosen und Plastiklaschen führen wird. Angeblich wird bei Mehrwege 98% zurück gebracht. Was die Statistik nicht aussagt, dass der Käufer das Pfand zurück gebracht hat. Ohne mich würde vermutlich 0,07% weniger rückgeführt. Mutter Erde dankt jedenfalls.



2022 wird eine Herausforderung meinen Beruf und Extremsport unter eine Laufmütze zu bekommen. Möglicherweise kommen sogar noch einige Wettkämpfe dazwischen, die ich jetzt noch nicht eingeplant habe. Vielleicht werden es auch wieder weniger, da Regierungen unberechenbar und willkürlich agieren und mōglicherweise auch mir die Planung erschwert. Aber nunja, ich gehe davon aus, dass die Vorteile für mich überwiegen, so wie in 2021 auch.