Samstag, 29. Januar 2022

Rekursion von Mikael Lundt

Marc Jensen hat vor Jahren an einem Forschungsarbeit mitgewirkt bis diese auf mysteriöse Weise verschwand. Doch sie taucht bei Wikileaks - äh nein - Leaks4Geaks wieder auf. Hinzu gibt es einen Todesfall. Was wird hier gespielt? Seine Tochter Jennifer ist IT-Sicherheitsspezialistin und geht der Sache nach. Oder geht die Sache ihr nach? Jedenfalls packt mich die Spannung. Die Seiten knistern förmlich, denn bis zur Hälfte Buches bleibt unklar, was Marc da an genialer Forschung betrieben hat und warum sich ausgerechnet 10 Jahre später eine scheinbar gefährliche technisch hochgerüstete Organisation dafür interessiert. Sie hat alles im Zugriff, nur keine Kaffeemaschine. Jennifer gefällt mir am besten mit ihrer flapsigen Art und der 68 prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass sie etwas Schilde führt.
Interessant am Plot ist, dass es auch mehrere Handlungsstränge und Szenenwechsel gibt, wo im Grunde alle das Schlimmste zu vermeiden versuchen - jeder aus seiner Sicht, rational bzw. emotional. Ich möchte nicht dramatisch erscheinen, aber es geht um nichts Geringeres als die Zukunft der Menschheit... und die Vergangenheit.

Wer die Vergangenheit verändern will, hat keine Zukunft, oder etwa doch?
Wer hingegen in die Zukunft blickt, der wird das wahre Leben nie erkennen.

Für mich war es ein Buch, wo ich nicht viel auszusetzen habe. Einzig das ungute Gefühl, dass es vielleicht doch noch eine Fortsetzung gibt, die mich wieder gefangen hält.

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