Der Jägerloge hat Zwölf ewige Treue geschworen. Ihr Leben widmet sie der
Ausbildung zur Jägerin. Ein Eid bindet sie an ihr Versprechen, dem
Vergangenen zu entsagen und in Zukunft nur noch der Loge zu dienen.
Doch in Zwölf ruht eine Rache, die nur darauf wartet, ausgeführt zu werden.
Keiner ahnt, was tief in ihr schlummert.
Dann wird eine Mitschülerin entführt und Zwölf macht sich auf die Suche nach ihr.
Ein magischer Steinhund begleitet sie.
Eine gefährliche Suche beginnt mit ungewissem Ausgang.
Ich bin eingetaucht in ein fantasievolles Abenteuer mit magischen Wesen und sonderbaren Gestalten.
Es
war zunächst etwas störend, dass die Hauptfigur Zwölf heißt. Ich habe
mir die Zahl gedanklich als Namen eingeprägt, so dass es mir nicht mehr
nur als Zahl in den Sinn kam. Zum Ende wird es klar, warum das Mädchen
eine Zahl als Namen bekommen hat.
Zwölf ist ein starker Charakter,
die sich zu einer verbissenen Kämpferin entwickelt. Ich habe es mit
Spannung verfolgt, wie sich Zwölf verändert und wächst in ihrer
Entschlossenheit. Es ist interessant zu erleben, was für einen Wandel
die
13 Jährige durchmacht. Die Gefühle der Vergangenheit unterdrückt
sie nachts mit einer besonderen Milch. Ihr innere Kampf ist
bemerkenswert, Zwölf ist besessen von Rache, was ihr fast die
Aufmerksamkeit nimmt.
Die Vergangenheit des Mädchens ist kursiv
geschrieben, was den Lesefluss nicht unterbricht, die Gedanken von Zwölf
sind enorm wichtig für das Verständnis der Wut in ihr.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd.
Sie
hat sehr viel Phantasie, was das Buch zu einem Pageturner macht. Es
passiert viel, dabei passt alles zusammen. Ich hatte keine Momente der
Langeweile, dazu ist keine Zeit, die Szenen folgen schnell
hintereinander. Die Umgebung wird bildgewaltig beschrieben, die
magischen Wesen fügen sich perfekt ins Gedächtnis.
Besonders
gelungen fand ich die kleinen Feuermacher. Diese Wesen sind in meiner
Phantasie durch meinen Garten gesaust und haben Licht in die Dämmerung
gebracht.
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Mir hat das
Buch sehr gefallen und kann es weiterempfehlen. Ein Jugendbuch auch für
Erwachsene übersetzt von Katharina Diestelmeier.
Da ist noch viel Potenzial da, ich hoffe, die Autorin hat noch mehr Feuer im Blut.
Dienstag, 23. November 2021
Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge von Aisling Fowler
Sonntag, 21. November 2021
Rue de Paris von Alexander Oetker
Das Hörspiel "Rue de Paris" ist eigentlich ein Krimi, aber es passiert lange Zeit nichts Besonderes und doch wird die Erzählzeit genutzt. Es werden unauffällig alle Charaktere eingeführt. Die Aufgabe "Überzeugung von widerspenstigen Inselbewohnung" und zudem das unstete Wetter sind die ersten Schwierigkeiten für den Kommissar Luc. Dabei bleibt es nicht.
Ich fühle mich unterhalten. Aber Humor ist es nicht. Das Hörspiel enthält nichts lustiges, eher ab und zu lächerliches. Bei Verzweiflung wirkt die Sprecher-Stimme eines Manns, der eine Frau nachahmt, etwas gestellt und nervig. Auch bei Aufregung in Dialogen wird der Sprecher lauter, aber nicht emphatisch.
Ansonsten ist die Stimme sehr angenehm. Optimal fänd ich, wenn er einen französischen Akzent haben würde.
Dreh- und Angelpunkt ist eine Dorfgemeinschaft, die direkt am Wasser gebaut ist und zwangsweise umgesiedelt werden soll.
Okay deja vu, Zwergenaufstand. Doch wartet es ab, es wird noch etwas vielschichtiger.
Ingesamt ist es ein typischer Cosy Crime mit zwischenmenschlichen Beziehungen und inkompetentem Chef. Macht aber nichts, denn alter Wein verkauft sich gut an die, die auf dem Schlauch stehen.
Alle möglichen Inselbewohner werden uns im Laufe der Geschichte präsentiert, doch die Aufklärung wird zunächst durch wilde Schlüsse gezogen, sodass ein Anwohner die fehlenden Fakten ergänzt. Ob die aber richtig sind? Ob dies wirklich bereits der Abschluss eines Fall ist? Jetzt erst wird es spannender.
Knisternd ist diese Atmosphäre alle sitzen auf dem Trockenen in einem Raum, ringsherum Wasser, und eine Leiche ist quasi im Keller bzw. Kühlraum. Der Täter ist unter den Anwesenden.
Was ich komisch fand, als alle in einem Raum waren und quasi zugeschaut haben, wie ein potentiell Tatverdächtiger die Beine in die Hand nahm und dann ja erstmal sich beraten wurde wie sie die Suchaktion machen, anstelle direkt hinterherzustürmen. Echt merkwürdiges Polizeiverhalten, kein Polizeiinstinkte erst einen Suchtrupp für Düne 1 und Düne 2 organisieren.
Die Instinkte sind offenbar nicht sportlicher Natur, aber dafür Kombinationsfähigkeit.
Immer wenn der Kommissar einen Verdacht hat, kommt zunächst eine Einleitung, wie "Ich habe zunächst nicht weiter darüber nachgedacht, aber dann ist mir aufgefallen ...".
Zudem gibt es einige "Rückblendungen", wo einzelne Szenen aus der Vergangenheit eingespielt werden. Das ist ein eher ungewöhnlicher Stil in einem Krimi. Ich fand diese wenig zielführend, schließlich ergeben sich dadurch nicht wirklich neue Zusammenhänge. Sie dienen wohl dazu, um in epischer Breite Motive und Vorgänge nochmals nachvollziehen zu können.
Insgesamt fand ich das ganze Hörspiel ganz unterhaltsam und auch informativ. So werden doch viele Details über Land, Leute und Kultur deutlich. Französisches c'est la vie und ich finde, die Geburt ist hier mit ein paar Wehen geglückt.
Samstag, 20. November 2021
Freitag, 19. November 2021
Die Schule der magischen Tiere – Eingeschneit! von Margit Auer
Winter an der Wintersteinschule.
Miss Cornfield und ihre Schüler backen Plätzchen an einem Freitagnachmittag.
Das Seniorenheim bekommt die am nächsten Tag.
Fröhlich packen alle mit an, auch die magischen Tiere, wobei die eher Unfug im Sinn haben.
Vertieft
ins Backen, merkt niemand, es hat angefangen zu schneien. Gegen Abend,
als die Kinder nach Hause wollen, der Schreck. Die Schule ist
eingeschneit!
Was nun, die Tür nach draußen lässt sich nicht öffnen.
Ein paar Kinder fürchten sich und kuscheln sich eng an ihr magisches Tier.
Miss Cornfield gibt ihr Bestes, um es den Kindern so angenehm wie möglich zu machen.
Die Nacht werden sie in der Schule verbringen müssen.
Werden die Kinder schlafen können und wie benachrichtigen sie ihre Eltern?
Der Strom ist auch noch ausgefallen!
So
viel Schnee, damit hat die Lehrerin nicht gerechnet. Ihre Sorge ist
begründet, doch die Schüler sind gewitzt und die Tiere sorgen für
Abwechslung.
Ein weißes Abenteuer in der Wintersteinschule mit amüsanten Szenen.
Die jungen Leser können auch hier wieder etwas lernen. Vertrauen, Rücksicht und ein bisschen Mut brauchen die Schüler.
Mir
hat es gut gefallen, es ist mal ein anderer Stil in der Reihe. Die
Tiere verhalten sich anders. Sie sind aufgeregt und überdreht.
Miss Cornfield ist gewohnt liebevoll.
Ich mag die Reihe von Margit Auer sehr, ihr fällt immer was Neues ein.
Donnerstag, 18. November 2021
Die Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien 6: Hatice und Mette-Maja von Margit Auer
Endlich Ferien!
Diesmal fährt Familie Akay nicht in die Türkei, es
geht nach Dänemark. Hurra, da kann Hatice schwimmen und planschen mit
ihrem magischen Tier. Die Robbe Mette-Maja freut sich auch sehr,
Dänemark ist ihre Heimat. Sie bringt Hatice gleich ein paar Worte
Dänisch bei.
Hatice hat keine Angst mehr vor dem Wasser und ist voller Vorfreude, mit ihren Brüdern zu spielen.
Vor Ort haben Tarek und Sami keine Zeit für ihre Schwester. Sie spielen lieber Volleyball.
Wäre doch gelacht, wenn Hatice sich nicht auch ohne ihre Brüder amüsieren könnte.
Als sie auf dem Dachboden vom Ferienhaus eine Schatzkarte findet, ist ihre Abenteuerlust geweckt.
Mit ihrer Robbe geht es auf die Suche nach der Insel, wo der Schatz vergraben sein soll.
Das
sechste Ferienabenteuer mit den magischen Tieren hat mir bisher am
besten gefallen. Margit Auer beweist wieder, was für ein großartiges
Talent sie hat.
Voll mit Spaß und guter Laune geht es durch das Buch. Nina Dulleck begleitet die Geschichte wieder mit hübschen Zeichnungen.
Für
junge Leser ist die Reihe ein schöner Zeitvertreib. Die Schrift ist
recht groß, der Schreibstil einfach und leicht zu lesen.
Es gibt bei
den Büchern immer was zu lernen, Freundschaft wird groß geschrieben,
man muss verzeihen können und auch mal seine eigenen Wünsche hinten
anstellen.
Sprechende Tiere gibt es nicht, aber es ist sehr vergnüglich davon zu lesen.
Mittwoch, 17. November 2021
Keeper of the Lost Cities - Das Exil von Shannon Messenger
Sophie hat sich erholt von dem Schrecken der Entführung. Zu ihrem Schutz
wird sie fast überall hin begleitet von ihrem Leibwächter.
Sie wird
Wunderkind genannt und das Mädchen, das entführt wurde. Sophie hat sich
verändert, sie ist sensibler geworden, ihre Fähigkeiten muss sie
ausbauen. Der hohe Rat stellt Anforderungen an sie, die schwer zu
bewältigen sind.
Seit kurzem befindet sich ein Alicorn im Besitz von Grady und Edaline.
Die Adoptiveltern sind sehr besorgt und würden Sophie am liebsten einsperren im Haus.
Sophie will Black Swan auf die Spur kommen, dafür benötigt sie ihre Freunde.
Dex geht es nach der Entführung besser, seine Sorge um Sophie ist hoch, er möchte ihr helfen wo er kann.
Auch Keefe ist oft an ihrer Seite, was zu Streitigkeiten führt.
Fitz, Dex und Keefe sind kein Dreamteam.
Sophie hat genug eigene Sorgen und Probleme die sie lösen muss.
Da sind eifersüchtige Freunde eher lästig, vorallem wenn Sophie ständig rot wird.
Diese
Kappeleien tauchen immer wieder auf, ich hatte die Befürchtung, es wird
zu romantisch. Die Aufgaben, die Sophie erledigen muss, stehen im Fokus
und machen den Hauptteil der Geschichte aus.
Um die Beziehungen untereinander zu erläutern, gehören die Kappeleien dazu.
Der
2. Teil ist sehr spannend und vielfältig. Das Exil ist ein mysteriöser
Ort, dem einige düstere Szenen begleiten. Insgesamt ist es wieder bunt
und voller magischer Gestalten.
Es kommen neue Wesen vor, die Fantasie der Autorin ist grenzenlos.
Die
Empfehlung ist ab 11 Jahre, was wegen der farbenprächtigen Figuren und
einiger amüsanter Stellen passt. Die dunkle Atmosphäre, die immer wieder
aufkommt, finde ich für das Alter zu intensiv.
Ich würde das Buch eher in die Kategorie Jugendbuch einordnen.
Sophie ist tapfer und mutig und ihr gebührt Respekt. Die junge Elfe muss noch viel Lernen und noch einige Abenteuer bestehen.
Die Autorin war bereits fleißig, die Bücher erscheinen demnächst auf deutsch.
Ich habe mich prächtig unterhalten gefühlt und freue mich auf die Fortsetzung.
Montag, 15. November 2021
Miss Veronica und das Wunder der Pinguine von Hazel Prior
Die 86-Jährige Veronica sieht eines Tages im Fernsehen eine Reportage
über Pinguine. Ihre Neugier ist geweckt und sie spinnt den Gedanken
einfach in die Arktis zu reisen und der Forschungsstation einen Besuch
abzustatten. Ein paar E-Mails gehen hin und her und Veronica lässt sich
von der Ablehnung der Forscher nicht beirren. Ein Flug wird gebucht und
schon ist vor Ort.
Eisig wie der Schnee vor der Tür wird sie
empfangen. Ihr nicht vorhandener Charme trägt nicht gerade dazu bei,
dass es wärmer wird.
Ich war sehr gespannt, was mich in diesem
Buch erwartet. Eine leicht vergessliche, etwas mürrische Veronica im
Kreis dreier Forscher, die schwer einzuschätzen waren.
Ihre Art ist nicht sehr herzlich, Gefühle zu zeigen fällt ihr schwer.
Putzige
Pinguine erweichen jedes Herz, Veronica blüht auf und ist begeistert.
Genau wie ich, die Geschichte hat mir sehr berührt. Ich wäre gerne
zwischen den Pinguinen gewesen um ihnen zuzuschauen.
Zwischenmenschliche
Gefühle sind schwer zu deuten, dies wird in diesem Buch besonders
hervorgehoben. Auf besondere Art und Weise, was das Lesen zu einem
großartigen Erlebnis macht.
Am Schreibstil merke ich, wie sehr der
Autorin die Natur und die Tiere am Herzen liegen. Ihre Art sprüht voller
Energie durch die Geschichte.
Die Charaktere werden ausführlich
beschrieben und jeder bekommt viel Platz im Buch. Dadurch wird es nicht
unübersichtlich, sondern voller Leben und toller Momente. Über den
Kapiteln sind kleine Symbole dem Charakter zugeordnet. Dies hat mir sehr
gefallen, es passt zur der erzählenden Person.
Meine Begeisterung ist riesengroß, das Buch ist phantastisch.
Es kommen auch wichtige Themen zur Sprache, wie Tierschutz und Klimawandel.
Die Pinguine sind für Miss Veronica ein wahres Wunder.
Ich
kann das Buch absolut empfehlen, es ist eine Reise in die Vergangenheit
und die Zukunft. Voller Gefühl, spannender Momente und eine Prise
Humor.
Ein Highlight in meinem Bücherregal.












































