Sonntag, 7. November 2021
Samstag, 6. November 2021
Freitag, 5. November 2021
Goldenes Gift Ein kulinarischer Krimi Xavier Kieffer ermittelt von Tom Hillenbrand
Honig und Bienen beschäftigen diesmal Xavier Kieffer.
Ein Imker
stirbt, der für Xaviers Bienen gesorgt hat. Einige Honiggläser schuldet
der Tote dem Koch noch. Xavier versucht an den Honig heran zu kommen und
sticht dabei in ein Nest von seltsamen Geschehnissen.
Seine
Freundin Valérie macht eine Entdeckung, in dem es um gefälschten Honig
geht. Sie reist einem Skandal hinterher, der sich über weite Teile des
In- und Auslandes verbreitet. Honig wird gestreckt mit Zuckerarten, Bienen werden genmanipuliert, um sie resistenter zu machen.
Beide
Fälle vermischen sich und plötzlich ist das Paar in einem gefährlichen
Geschehen verwickelt. Wem können sie noch trauen, wer redet mit ihnen.
Die Angst schwebt über ihnen, doch die Neugier und die Jagd nach
Gerechtigkeit ist stärker.
Eine enorme Hochspannung zieht sich durch das Buch.
Der Titel verspricht goldenes Gift und dies habe ich zu spüren bekommen.
Die
Thematik ist sehr interessant geschildert. Honig ist ein wertvolles Gut
und die Produzenten davon müssen zwingend geschützt werden. Den Bienen
geht es schon lange schlecht, durch eine Genmanipulation wird es nicht
besser.
Die Recherchen von Tom Hillenbrand sind wieder sehr
fundiert. Ich kann die Geschichte nachvollziehen und fand sie
gleichzeitig hoch interessant.
Die Kombination aus Koch und
Ermittler steht Xavier Kieffer gut. Er kommt zwar nicht immer ohne
Blessuren aus einer Sache raus, doch er ist hartnäckig und ein gutes
Essen und guter Kaffee machen vieles erträglicher.
Die Beziehung zu
Valérie Gabin geht weiter, nicht immer zur Zufriedenheit vom Koch, da
sie weiterhin in Paris lebt. Die sprunghafte Frau bleibt selten an einem
Platz.
Dadurch wird es nicht langweilig zwischen den Beiden und das Buch nicht romantisch.
Mir haben alle Charaktere gut gefallen, es war sehr abwechslungsreich.
Es ist ein kulinarischer Krimi mit einem Glossar am Ende von dem Luxemburgischen Gerichten, die Xavier kocht.
Ich kann die Reihe sehr empfehlen, mir hat es wieder sehr viel Freude bereitet.
Dienstag, 2. November 2021
Imaginate von Nina F. May
Da ist der Wurm drin
Alles began mit einem ... Prolog. Der Prolog fängt beinahe theatralisch an und macht neugierig, weiter zu lesen.
Raizel purtzelt in diese zauberhafte Welt, die mir als Leser rätselhaft erscheint. Ist sie eine Romanfigur und die Fiktion Realität? Sie hat augenblicklich Begegnung mit fabelhaften Wesen. Interessant am ersten Kapitel war, wie die Autorin Nina F. May die Sicht von Raizel ausführt und anschließend die Sicht der Fabelwesen. Geballte Fantasie sorgt für einen humorvollen Auftakt und ich freue mich ungeduldig auf das besondere Abenteuer mit hoffentlich des Rätsels Lösung.
Doch Contenance, einfach erst einmal die ersten Seiten durchkämmen. Es wird sich schon alles aufklären - um dann wieder struwelig auszusehen.
Die Feststellung im Buch, dass man von nichts leben kann, kann ich ja noch nachvollziehen, aber es ist und bleibt eine gewagte Behauptung, dass Vermicelli, dessen Name klingt wie eines Schokopraline, der größte Literaturexperte sei. Pah, da sehe ich im Spieglein an der Wand einen Größeren, der einst in den Labyrinthen unterhalb von Buchheim bei den Buchlingen in Lehre gegangen ist. Vermicelli ist doch ein Wurm.
Bei dem Buch darf der Leser erstens keine lange Leiter haben, einen Rußkuchen unprobiert lassen und zweitens sich nicht verkohlt fühlen. Wenn doch, dann lohnt sich der Besuch im Gute-Feen-Laden in der Magie-Allee, der bestimmt noch verstaubte drei Wünsche im Regal hat. Ob die auch einen Onlineshop haben? Zumindest magische Reife wäre wünschenswert beim Studium von Imaginate.
Trotz aller Magie gibt es Fehler in der Matrix. Es hieß doch in Kap 3, dass es das "Fitness"-Wort nicht gibt, doch es gibt in Kap. 4 Sportangebote ...
Im zweiten Teil vermisse ich den anfänglich überschäumenden Humor des ersten Teils. Was war los, Pulver verschossen? Viel zu breit werden die Szenen mit viel Theater, ohne der Handlung wirklich Vortrieb zu geben.
Tarik formuliert in Kap. 12 wie nichtig und unbedeutend diese Geplänkel, ihre Phrasen und Beziehungen waren. Ein Gefühl was ich mit ihm auch im dritten Teil teile.
Viel Theater um Nichts, wobei die Handlung in den Hintergrund rückt. Jede Figur tut was, sagt was, und die Kapitel füllen sich. Wenn ich ein paar Seiten verkosten würde, dann würde es niemanden auffallen.
Nun die Ohren gespitzt:
Für die Fiktion vergebe ich drei Sterne und für die Wirklichkeit drei, also im Mittel drei Sterne, wobei der Auftakt des Buches fulminant und vielversprechend war.
Wunderbar, wie sich alles anfangs vermischt in einem Buch, ganz unkonventionell und verknüpfend mit Märchen, Filmen, Sesamstraße und Bücher. Am Anfang war der Geistesblitz, hatte mich voll erhellt und gepackt. Diese zündende Inszenierung hätte wirklich in die nächsten Teile übertragen werden sollen. Das wäre ein Traum.
Montag, 1. November 2021
Die Kampagne von Sam Bourne
Die Anwältin Natasha Winthrop wird in ihrem Haus überfallen, sie kann den Angreifer überwältigen und tötet ihn.
Als die Polizei an ihren Erklärungen zweifelt, engagiert Natasha die Fallermittlerin Maggie Costello.
Es
gibt anscheinend Verbindungen zu anderen Überfällen. Sagt Natasha die
Wahrheit? Steckt hinter den Angriffen, über die Maggie erfährt, jemand
hochkarätiges?
Die Fragen häufen sich, Maggie bekommt kaum
zufriedenstellende Antworten. Gleichzeitig scheint jemand Maggies
Ermittlungen zu stören. Es geschehen merkwürdige Dinge, die gefährlich
werden könnten.
Natasha wird als Kandidatin für die
Präsidentschaft gehandelt. Würde sie vorsätzlich einen Mann töten, wenn
sie Ambitionen hätte? Die Verdachtsmomente verdichten sich und Maggie
läuft die Zeit davon.
Ich bin schleppend ins Buch gekommen, der Stil ist mir zu ausschweifend. Viele lose Fäden zogen sich durch die Ermittlungen.
Im Laufe des Lesens hat es mir besser gefallen, so richtig begeistert war ich nicht.
Natasha
war mir von Beginn an nicht ehrlich, meine Sympathie hielt sich in
Grenzen. Von Maggie Costello erhofft sie sich große Hilfe.
Wie Natasha aus der Sache wieder heraus kommen wird und wie Maggie ihr dabei hilft, wird gut strukturiert erzählt.
Ein
brisantes Thema kommt immer wieder auf, welches leider in der
Gesellschaft eher verschwiegen wird. Ans Licht kommen wenige Verbrecher
in Bezug auf die Vorfälle im Buch.
Das Buch wird als fesselndes Katz-und-Maus-Spiel angepriesen. Die Spannung steigerte sich für mich mäßig.
Manche Szenen bleiben im Verborgenen, andere werden aufgeklärt.
Die losen Fäden zu Beginn konnte ich nicht ohne Knoten miteinander verbinden.
Mir blieb am Ende ein Fragezeichen, welches mich unbefriedigt zurück lässt.
Ob
man die vorherigen Bände gelesen haben sollte, kann ich nicht
beurteilen. Dies war mein erstes Buch von Sam Bourne und Maggie
Costello.
Da mich die Geschichte nicht vollends unterhalten hat, wird es wahrscheinlich kein Wiederlesen geben.
Für Thriller-Fans wird etwas geboten, Sam Bourne erfahrene Leser haben bestimmt ihre Freude.

































