Dienstag, 24. August 2021

Der Mann, Der Verkäufer & Das Nichts von Gabriele Behrend

Mehr Nichts sehen

Diese Rezension fängt wie die Geschichte von Gabriele Behrend hier an, irgendwo und irgendwann mit einem Mann. Ich werde jetzt nichts schreiben, was es mit dem Mann auf sich hat. Schließlich müsst ihr die bunten lustigen Bilder dazu sehen. Es ist ein Gute-Laune-Buch, wo ich mit jeder Seite schmunzele. Meine Frau fragt: "Was ist?". Ich sage "Nichts". "Hmpf" sagt sie, was gar nichts aussagt. Versteh einer die Frauen. Neben Frauen gibt es in dem Buch wundersame Wesen, wie zum Beispiel das Seifenblasentier. Aber es ist nicht das Nichts. In unserer überfüllten Welt ist es wirklich schwer, nichts zu finden. Es fällt uns einfacher, nichts zu machen.

Ihr fragt Euch sicher, ob das Buch nichts ist. Das ist ein schwierige Frage, denn das Nichts ist quasi zwischen den Zeilen. Jeden Satz müssen wir auf der Zunge zergehen lassen und mit den bildlichen Reizen abgleichen und wie aus dem Nichts entsteht eine Handlung. Wobei das Ende mich etwas überrascht hat. Ich grübele noch lange, kann nichts nur da sein, wenn wir nicht da sind? Ich klappe das Büchlein zu, das war nichts, aber nur solange ich das Nichts gesucht habe. Jetzt, wo ich das Buch zuklappe, sehe ich nichts mehr.

Leckere Linsensuppe komplett Bio

 


Montag, 23. August 2021

Clonescope von Leon Gatzen

Gregor ist ein Autor, der auch in der freiwilligen Feuerwehr Leben und anderes Gedöns rettet. Gregor wird eines Tages geklont - ungefragt, unvorbereitet und unmittelbar nach einem Schlag auf dem Hinterkopf. Klone werden zum Suchen anderer illegal erzeugter Klone angeheuert.

Clonescope von Leon Gatzen hat mich größtenteils nicht überzeugt. Den Humor, den ich vorgefunden habe, würde ich als groteskes Klamauk klassifizieren, dem ich leider nicht viel abgewinnen kann. Wenn 100 oder vielleicht auch tausende Freddy Klone niedergemetzelt werden von einem gewissen Anklonio oder ein Verkaufsgespräch für ein Toaster mit Full-HD Kameras stattfindet, ist das witzig, oder zumindest komisch? Nun, Humor gibt es in vielen Facetten, meinem Geschmack wurde hier nicht entsprochen.
Als eingefleischter Science Fiction Fan konnte mich nichts überraschen. Ich habe keine neuen Ideen in dem Buch entdeckt, die das Werk für dieses Genre besonders hervorhebt.
Fantasy Elemente konnte ich nicht entdecken. Ich erwähne dies nur, weil es sich es um "Fantasy Science" handeln soll. Okay, es kommen selbstfahrende Autos, Klone, Raumschiffe vor, aber unter "Fantasy Science" würde ich Magie/Macht gepaart mit Science Fiction erwarten, oder zumindest Pseudo-Wissenschaft, die frei erfunden und dem Reich der Fantasie zuzurechnen ist.
Zu einem guten Buch gehört noch eine packende Handlung. Auch in dieser Wertungskategorie kann das Buch nicht punkten. Der Klappentext erwähnt haarsträubende Abenteuer und das ist auch wirklich so. Ich habe es etwa nach einem Drittel abgebrochen, weil Lesen Zeit kostet und ich aus Büchern etwas herausziehen möchte.
Einzig positiv ist mir der Erzählstil aufgefallen. Jede Szene war leicht verständlich und ich konnte den Ausführungen und zahlreichen Dialogen gut folgen. Somit ist der Grundstein gelegt, dass der Autor vom Ausdrucksvermögen seine Ideen sehr gut zur Papier bringen kann.
Ich habe überlegt, ob mir lustige Bücher mit menschlichen Klonen einfallen, aber in der Tat habe ich noch keines gelesen. Daher bietet die Verknüpfung von Klontechnik mit Komik an sich noch Potenzial. Ich wäre allerdings nicht so sprunghaft. Entweder Klontechnik ist auf der Erde bekannt oder eben nicht. Anfangs wurde geschildert, dass Klonen die Menschheit überrascht, dann stellt sich heraus, dass längst eine Klon-Spezial-Einheit KSE und Klonjäger aktiv sind.
Ich vergebe drei Sterne für den vorhandenen Grundstock und bezeichne es als ausbaufähig.

Das Geheimnis der Pflanzen von Shanice Dobler

Dieses Büchlein soll es sein,
das ist fein.
denn es ist geschrieben von Herzen und so rein.

Die Oma hat ein Wehweh.
Sie braucht einen Tee.
Die Kinder machen sich Sorgen.
und machen sich auf, das Heilmittel zu besorgen.
Werden sie die Oma retten.
Ob sie es schaffen, wollen wir wetten?

Tue Gutes
und sei frohen Mutes.
Haben die Kinder das Richtige gepflückt?
Ist die Suche wirklich geglückt?
Wir lernen nach und die Wirkung der Heilpflanzen
und stecken sie nach und nach in den Ranzen.

Die Handlung und die Zeichnung sind niedlich.
Die eingestreuten Gedichte sind lehrreich und lieblich.
Das Buch ist geeignet für kleine Kinder
und bildet aus zum Kräuter-Finder.
Erstaunlich, was uns wächst zu Füßen
und unser Leben hilft zu versüßen.
Ich kann nicht verhehlen,
ich muss dieses Buch empfehlen. 


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie nichts im Buch, daher fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Sonntag, 22. August 2021

Auf dem Mars gibt es keine Lieder von Qualbertus

Planeten-Monopoly

Die Menschen kommen mit einem klapprigen Raumschiff. Eine Schreckensnachricht für die Marsianer. Ja, der Mars ist bewohnt. Nur weiß das auf der Erde niemand - außer vielleicht in der Area51 und diejenigen, die vor dem Zaun die Plakate hochhalten.
Eine Expedition der Menschen will auf dem Mars ein kleine Kolonie gründen.
Das echsenähnliches Mars-Volk ist gar nicht begeistert, denn der Mensch ist hier bekannt als kriegerisches Volk. Sie verfolgen wohlgemerkt das TV Programm und machen mobil.

Bandu nennt sich die Marsbewohner-Spezies. Bisher konnten Bandu sich verstecken mittels Tarntechnologie und Hacks. Rund 600.000 Tekoarianer sind auf dem Mars, und haben sich so nach ihrem Heimatplaneten benannt. Sie sind technologisch dem Menschen überlegen, aber sie wollen keinen Krieg - wie auch ohne Waffen. Ja, Waffen wurden angeschafft als sinnlose Ressourcenverschwendung. Wobei das offiziell die Bekundung war. Es gibt noch geheime Waffen und auch eine versteckte L-Bombe. Das ist insofern absonderlich, denn unter dem Volk gibt es eigentlich keine Geheimnisse.
Sie kamen einst vom Planeten Tekoa, der unbewohnbar geworden war durch eine L-Bombe. Sie haben auf dem Mars eine vorübergehende Heimat gefunden und streben danach, eines Tages klüger auf ihren mittlerweile regenerierten Planeten zurückkehren zu können.

Die außerirdischen Charaktere, deren Hintergrund und Organisationsform werden nach und nach eingeführt.

Diesmal landen die Erdlinge so nah an der erdbodengleichen durch Illusion getarnten Kuppel auf dem Mars, dass sie vermutlich den Standort der Bandu entdecken werden.

Was können sie in sechs Monaten zum Zeitpunkt der Landung der Menschen vorbereiten?

Die Hektik kann ich nur bedingt verstehen.
Erstens: Anderssein ist viel gewöhnlicher, als wir uns oft eingestehen. Zweitens hängt die Kontakt-Reaktion ab von der Kultur und den sozioökonomischen Zusammenhängen der Begegnung. Die UN hatte einen Vier-Säulen-Plan: Drohen, verhandeln, integrieren, ignorieren.
Drittens: Meistens ging es dem Menschen um Handel, wenn sie neue menschliche Lebensformen auf der Erde entdeckt haben.

Außerirdische, die versuchen die Erde auslöschen würden andere Außerirdische auf sich aufmerksam machen! Es könnte somit sein, dass ein Gegenschlag aus einer ganz anderen Ecke des Universums erfolgen würde.
Dieses Risiko würden intelligente Außerirdische nicht eingehen. Aber wer sagt eigentlich, dass Außerirdische rational handeln?

Nasu weiß von seinem Ausbilder, dass er verhungern würde, wenn man Logik essen könnte. Der Rat entscheidet, die Bombe soll platzen. Die Menschheit hätte damit ein Problem weniger - sie selbst.
Aber nunja, so ist das mit Plänen, sie werden nicht immer Realität, nicht? Es gibt auch Erdliebhaber unter den Außerirdischen und die schmieden auch einen Plan. Die Erde muss gerettet werden, und wenn eine Impossible Mission nötig wäre. Doch auch dieser Plan ist nur ein Plan. Erstens kommt es anders und zweitens als wir Leser denken. Völlig neue Spitzohren und anderer Spieler werden auf den Plan gerufen.
Frischer Wind zieht auf. Sandsturm. Da lebt man auf dem Mars und kein Meteorologe ist zur Hand mit einer treffsicheren Prognose: Ist der August am Anfang heiß, wird der Winter streng und weiß, stellen sich Sandstürme ein, wird’s bis Ende auch so sein. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, hörte ich Nar Bell sagen.

Erwartet ihr Humor? Hmm, ist in dem Buch eher selten zu finden. "Halt die Klappe", schallt es von Kale Pork aus dem Hintergrund. Richtig, wir sind ja beim Militär und außerdem habt ihr schon einmal eine humorvolle Echse gesehen?
Plötzlich rannte ich davon, ein dringendes Bedürfnis..... Einen Augenblick später, wo waren wir? Ach, ja, Auge in Auge mit einer humorvollen Echse! Unvorstellbar, deswegen gibt es auf dem Mars auch keine Lieder. Doch, Augenlider auf! Es gibt stellenweise Lyrik: Wir bringen die Roboter nicht hinaus. Marek geht langsam die Luft aus.
Irgendetwas stinkt hier gewaltig, meinte Fren Ko. Stück für Stück kommen weitere Geheimnisse ans Licht. Ich mag diese unvorhersehbaren Entwicklungen und Enthüllungen. Es macht jedes Kapitel spannend und ich habe das Buch verschlungen.

Zum Ende gibt es ein ausführliches Glossar, da die Namen und Ausdrücke doch recht schwierig zu merken sind. Die darin enthaltenen Schimpfwörter kann ich nicht auf dieses Buch anwenden. Eher Lob ist angebracht. Bei dem Buch fühle ich die Schuppen der Freude. Rund 380 Taschenbuch-Seiten Weltraumabenteuer - teilweise ohne Absätze und speicherintensiver Gefühlsduselei erwarten Euch.

Jede Figur, deren Perspektiven, Gesetze, Kultur, Politik, Technik, Mars-Unter- und -Oberfläche, künstliche Intelligenz werden vom Autor Qualbertus liebevoll ausgearbeitet.
Und immer wenn ich im Buch denke "jetzt wäre ein schöner Abschluss", geht es weiter spannend in die nächste Runde. Eigentlich war diese Rezension auch kürzer und hätte früher enden können, aber nein, eine abschließende Meinung, ist nur mit einer abgeschlossenen Handlung und dem Erreichen der letzten Seite im Buch möglich.
Und hier bin ich jetzt: 5+ Sterne, quasi als Ausdruck meiner platonischen Liebe für diesen bombigen SF-Mythos.

Spaziergang rund um den Jägersee

 







Freitag, 20. August 2021

Wahre Schönheit: Die Reise zum Schwarzen Turm von Christian Huyeng

Der Herr der Schönheit

Was ist wahre Schönheit? Eine Frage, die vermutlich jeder Mensch anders beantwortet. Das Buch von Christian Huyeng erzählt die Reise zum Schwarzen Turm. Wieder so eine Frage, was ist der Schwarze Turm und was hat er mit der wahren Schönheit gemein? In meinem Kopf entsteht das Bild von Rapunzel hoch oben auf dem Turm. Nun ja, das Buch ist in der Tat aufgemacht wie ein Märchen. Zu Kapitelbeginn ist jeweils ein hübsches verspielt gerahmtes Bild mit einer Szene aus der Handlung, welches, obwohl gemalt, magisch realistisch wirkt. Einfach schön, selbst in Schwarz-Weiß. Auch im ersten Teil dreht sich alles um Schönheit, was man dazu beitragen und wie man es vermarkten kann. Ich brauchte eine Weile, um mir eine völlig unqualifizierte Meinung zu der professionellen, zertifizierten und diplomierten Heldensaga zu bilden. Anfangs dachte ich "naja", es folgte "hmpf", und dann schien sich der Autor warm geschrieben zu haben und es wurde "oja".

Das Buch ist brutal gevierteilt wie es im Mittelalter üblich war. So seltsam wie der Titel des ersten Teils kam mir das Gehabe der Frauen gar nicht vor. So ein Müsli esse ich jeden Morgen und manchmal auch nachmittags. Mit den Frauen käme ich gut zurecht. Gesund ernähren macht Spaß. Ob's schön macht? Ich denke, dass ist eher in Kombination mit Sport - oder einem magischen Spruch. Das dachte sich zumindest der Großmeister der schwarzen Magie in dem noch schwärzeren Turm in seiner geistiger Umnachtung und abgrundtiefer Hässlichkeit - oder war es Gehässigkeit. Wie dem auch sei, er kann sich schön zaubern, allerdings auf Kosten von anderen, aber auf ehrliche Weise. Sie bekommen Gold für ihre Schönheit. Also macht er sich auf die Reise.
Ich fand es amüsant erzählt, wie die Schönheit ihren Besitzer wechselt und die Charaktere so umfassend in Szene gesetzt wurden, dass ich sie zeichnen könnte, vor allem die plötzlich hässlichen.

Die Stimmung unter den Männern aufgrund ihres Aussehens ist größtenteils entspannt. Doch die Frauen können sich nicht damit anfreunden. Ein wahrer Held muss es richten, so dass jeder die wahre Schönheit zurück erhält auf Kosten des Magiers. Wird dies gelingen? Vor allem in dieser Truppenzusammensetzung?

Die Komik ist stets unterschwellig vorhanden, ohne Poesie und unerwartet für ein Genre Märchen bzw. einer Fantasiewelt. So ganz ernst nimmt es der Autor nicht bei seinen Ausführungen und legt recht unterhaltsamen flapsige Worte den Protagonisten in den teilweise zahnlosen und unangenehm riechenden Mund.

Es gibt ein paar Erzählstränge, die mal zusammenlaufen und sich dann wieder trennen wie Rapunzels schüttere Haare. Und alle Stränge verbindet das Streben nach Schönheit. Der Plot verläuft für mich anfangs vorhersagbar mit der Bedrohungsklasse I-IV des aktiven Rettungsdienstes.

Dem Leser erwartet in Teil 2 eine abenteuerliche Reise. Das beschreibt diesen Teil bereits hervorragend, denn es gibt allerhand Abenteuer zu bestehen. Und die Moral? Wenn sie nicht gestorben sind, dann können auch Berufshelden schwächeln und Laien heldenhaft sein. Ich erkenne, wie die die Sympathiewerte im Verlauf der ersten beiden Teile wechseln. Gefährliche Kreaturen können Freunde sein. Mit Mooskleidung lässt sich viel Moos verdienen. Besser Nixe im Teich als nix los. Für jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen, fragen Sie ihre Nixe oder ihren Friseur.

Der dritte Teil beschreibt die Ankunft und den Aufenthalt im Land der Zauberer ohne Reiserücktrittsversicherung. Man hat schließlich einen Held dabei. Wobei eine Reise ohne Held vielleicht leichter verlaufen wäre. Zu dessen Ehrenrettung muss ich sagen, dass das Leben eines Helden verdammt verflucht sein kann. Vielleicht muss ich "Held" anders definieren. Ein wahrer Held ist nicht durch die Größe seiner Kampfkunst bestimmt, sondern die Größe seines Herzens. Mein persönlicher Favorit in dem Buch ist das Geflecht. Es sitzt unterhalb des Waldes, nein, es ist der Wald. Als Waldläufer weiß ich, dass der Boden unter meinen Füßen ganz entscheidend dafür ist, was auf ihm alles läuft.

Nett sind die Anspielungen auf "Herr der Ringe" in Lorian bei Frau Gadariel. Oder vor dem Tor zum Turm: "Sag 'Freund' und tritt ein!". Was ich an diesem umfangreichen Buch mag, dass soviel passiert und allerlei Fantasiegestalten auftauchen, worauf einzelne Gruppenmitglieder anhand ihrer Fähigkeiten bewusst oder unbewusst unkonventionelle Deeskalationsstrategien anwenden. Meistens geschieht dies durch Wertschätzung von Andersartigkeit, Respekt, mitunter Freundschaft, die gemeinsame Freude an raffiniertem Essen und guter Handwerkskunst.

Der vierte Teil handelt vom Kampf mit der Schönheit. Hier lerne ich ein wenig Allgemeinwissen, insbesondere die korrekte Deaktivierung von Zauberstäben und Flüchen, sowie der Unterschied zwischen aufgeblasener Magie von Zauberern und bodenständigen Hexensprüchen, nicht zuletzt wahre Schönheit und das Rückgaberecht. Auch hier wieder eine Anspielung und diesmal auf König Arthus Saga mit Procalibur. Und es gibt einen Tarnumhang wie bei Harry Potter oder leuchtende Zauberschwerter wie bei Herr der Ringe, wobei die Bedienungsanleitung zu fehlen scheint. Jedenfalls findet in diesem Buch jeder, sein persönliches Gadget

Ob der neue Reichtum von Linderhof nicht neues Unheil herauf beschwört? Wobei es verteilt sich schneller, als ich lesen kann. Ich wünsche mir eine Fortsetzung vom Autor mit dem Titel "Wahrer Reichtum".

Es ist eine lehrreiche, strahlend schön unterhaltsame vor Fantasie berstende Geschichte, die ich auf mein 6-Sterne-Regal schiebe, gleich neben dem Krug mit Tatzelwurmspeichel, Algentaschentüchern und Greatest Hits vom Nixenchor. Ich werde den Autor Christian Huyeng im Heldenrat empfehlen.