Sonntag, 17. Juni 2018

7. Tag der Marathon Vorbereitung

Schon wieder laufen? Man muss schon eine Meise haben oder es ist es bereits Laufsucht? Nein, Jan Fordeno trainiert wöchentlich 600 Kilometer auf dem Rad, läuft 110 Kilometer und schwimmt 25 Kilometer. Er behauptet im Spiegel Artikel, dass er sportsüchtig und eine Meise haben müsste. Also, Glück gehabt, alles ist bei mir gut und alle anderen sind unnormal.

Interessanterweise sind wir Marathon-Läufer immer den gleichen Fragen ausgesetzt:
Heute bin ich 25,5 Kilometer gelaufen. 10 Kilometer lief alles gut, dann wurden die Wege immer schmaler und unwegsamer. Es ging vier Kilometer auf und ab, bis ich letztlich an einer Abbruchkante des Steinbruchs senkrecht hochklettern musste. Ich wählte den kürzesten Weg, doch den letzten Meter nach oben traute ich mich nicht. Es war zu rutschig und Händen und Füßen bot sich kein Halt.

Gab es Alternativen? Beim Aufstieg hatte ich übersehen, dass in der Tat da noch ein viel einfacherer Weg nach oben war. Also bin ich wieder halb herunter klettert und dann nach links abgezweigt. Manchmal muss man schwindelerregende Höhen erklimmen, um zu erkennen, dass es einfacher geht. Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um schneller wieder auf die Höhe zu kommen.
Sehr lehrreich sind diese Läufe.

Die Durchschnittszeit war allerdings dahin und damit wenig geeignet zu sehen, wo ich momentan stehe. Vier langsame Kilometer können bei einer langen Strecke ziemlich ausschlaggebend sein. Ich nahm die Beine in die Hand, um die verlorene Zeit wieder gut zu machen.

Die Strecke war insgesamt sehr schön, aber ich muss mir mal bei nächster Gelegenheit eine nicht so verwinkelte Strecke zusammenstellen. Idealerweise wäre es eine Strecke, wo ich keine Navigation brauche. So angenehm eine Navigation auch ist, aber der Screen zeigt mir dann nicht meine Geschwindigkeit an. Eine konstante Geschwindigkeit ist jedoch entscheidend für den Erfolg am Ende. Klar könnte ich auch nach Gefühl laufen, aber das würde wieder Konzentration bedeuten. Konzentration benötigt Energie.

Dämlich gelöst bei meiner Suunto Uhr ist, dass wenn es zu einer Routenabweichung kommt, diese  schrecklich lang angezeigt wird ohne dabei Hinweise auf die einzuschlagende Richtung zu geben. Erst wenn die Meldung weg ist, gestattet der Screen mir einen Blick auf die derzeitige Position zur geführten Strecke.

Ungefähr so verlief die Strecke:



Siehe auch:
10kmlauf.blogspot.com - Sind Marathonläufer sportsüchtig
10kmlauf.blogspot.com - Ein bisschen verrückt sein

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