Sonntag, 24. Dezember 2017

Cheering with Spreadcheats

Matt Parker’s comedy routine about spreadsheets. 

Folgenden Artikel aus unserer Mitarbeiterzeitschrift von meinem Kollegen Sebastian Bär möchte ich Euch nicht vorenthalten.

"Wenn einer einen neuen Hammer hat, sieht plötzlich alles wie ein Nagel aus. Für mich hat dieser Hammer einen Namen: Excel. Und was für ein Hammer das ist. Drei Kilo für den Kopf alleine, montiert auf einem halbmeterlangen Stiel aus Hartholz. Prima geeignet, um damit Pfosten in eine Kuhweide zu rammen. Aber eben nur dafür.

Unglücklicher Weise sind die Jünger des goldenen Hammers fest davon überzeugt, dass sich damit auch hervorragend Bretter zuschneiden, Löcher bohren, Schrauben drehen oder Figuren schnitzen lassen. Wer mal versucht hat, eine dieser Tätigkeiten mit einem Vorschlaghammer zu erledigen, weiß, das wird in Tränen enden.

Und so werden munter Dinge mit Excel gemacht, für die eigentlich eine Datenbank die richtige Lösung wäre. Oder ein Terminplaner, ein Änderungsmanagementsystem oder eine Dokumentenverwaltung. Da werden aberwitzige Mengen Stunden in halsbrecherischen Makros versenkt, nur um später festzustellen, dass es an der Mehrnutzerfähigkeit mangelt, die Daten zu langsam verarbeitet werden oder aber jemand eine Spalte hinzugefügt hat, die alles über den Haufen wirft.

Ja, man kann fast alles als Tabelle darstellen. Muss man aber nicht. Besonders, wenn die Tabelle so viele Spalten hat, dass man auf einem 50-Zoll-Monitor immer noch seitwärts rollen muss. Egal, Hauptsache Excel.

Und dann die halb-manuellen Prozesse. Kochrezept: "Exportiere Daten per Hand aus System A in Excel, manipuliere sie bis zur Unkenntlichkeit, exportiere sie und importiere sie in System B. Auch per Hand.". Wie schnell doch so ein Tag vergeht. Und wer braucht schon intakte Daten, die werden total überschätzt.

Eine der wichtigsten Regeln für gute Software lautet: "Do one thing and do it good." Oder wie die Heimwerkerwerbung uns immer wieder erinnert: "Use the right tool for the job."

Wer will schon, dass sein Zahnarzt während einer Wurzelbehandlung eröffnet, dass er gerne mit Gasflaschen jongliert, während er mit dem rechten Fuß Ölgemälde auf eine Leinwand zu bringen versucht.

Also noch mal zum Mitschreiben: Tabellenkalkulationsprogramme sind dafür da, Zahlen in Tabellen anzuordnen und damit zu rechnen. Für alles andere gibt's auch passende Software.
So, nachdem das geklärt wäre, muss ich nur noch das Bild von meinem Zahnarzt aus dem Kopf bringen, der mir freudestrahlend seinen neuen goldenen Vorschlaghammer präsentiert."

Wer Lust hat mehr von Sebastian zu lesen, besuche seine Homepage http://www.ursus-minor.de. Insbesondere sein offenes Buch über Fotografie kann ich Euch empfehlen.

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