Sonntag, 16. Juli 2017

Gegen Überforderung hilft keine Entschleunigung

Gegen Burnout Überforderung hilft langsam tun - so die Theorie. Der Schluss ist zwar naheliegend aber falsch. Das Gegenteil ist der Fall!

Ich kenne einen Menschen, der zwanzig Jahre in einem 10 qm großen Wohnzimmer saß und mit Licht sparte. Er saß da und löste Kreuzworträtsel. Und wenn er das nicht tat, dann verbrachte er den Tag mit Lesen und irgendwelche Reste essen. Raus ging er nur zum Müll heraustragen. Lust hatte er zu nichts, außer zu erzählen von früher, wenn er in seinem Raum ein Opfer fand.

Diagnose Depression und Burnout. Heute sucht er sich seine Opfer draußen. Er ist oft unterwegs und versucht ewas zu erleben. Was hat diesem Mensch geholfen? Sicherlich nicht die Entschleunigung, oder das Zurückziehen in einen Schohnraum.

Nein, es war das Erfolgserlebnis, dass er eine Reise für Andere und sich selbst organisiert hat. Viel Lob hat er geerntet. Seitdem sucht er die Interaktion mit anderen Menschen. Die Gesprächsthemen, die er nun anfängt handelt nicht mehr von früher, sondern von jetzt und der Zukunft.

Es ist zwar der bequeme Weg, wenn Ratgeber empfehlen, auszuspannen, mal nichts zu tun, zu entschleunigen, etc.. Heraus aus der Depression kommen wir damit nicht. Vor allem hilft raus aus den vier Wänden, etwas Neues ausprobieren, das Beste geben, aktiv zu sein und selbst und anhand der Rückmeldungen zu erkennen, dass das jetzt allen gut getan hat.

Tut Dinge, die Ihr beherrscht. Jeder kann etwas gut.

Siehe auch:
10kmlauf.blogspot.de - Do-nothing

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