Sonntag, 6. Juni 2021
Freitag, 4. Juni 2021
Die Sternenschnüffler von Thomas Manderley
Alle an Bord - dann festschnallen!
Zu Beginn des Buches erfahre ich Hintergründe der Protagonisten, sowie wie nach und nach ein richtiges Team entstand. Daneben habe ich jede Menge neuer Spezies kennengelernt. Jede Spezies hat so ihre Schwächen. Doch gerade die machen sie zu etwas Besonderen. Die nach Perfektion strebenden und ausbeuterischen Menschen, die sogar ihr Bier bis in die letzten Winkel der Galaxis exportieren, wirken ein wenig unsympathisch. Aber nicht alle versteht sich. Unklar ist, ob das das in den verschiedenen Szenen ausgeschenkte Bier Exportbier ist. Ich vermute, es wurde auf der Erde lizenziert, dann hinterm Mond produziert und irgendwo auf den östlichen Niedriglohnsternen abgefüllt, um dann im Frachtschiff von Tom Brown weiter verteilt zu werden.
Die weiteren Entwicklungen schweißen das Team bzw. die Superdetektei mehr und mehr zusammen und doch wird es wieder auseinandergerissen. Als Leser kommen wir damit auf ein noch viel größeres Spektrum mit vielen Erlebnissen unserer Romanhelden, da wir unterschiedlichen Erzählsträngen aufmerksam folgen können. Ich war so im Leserausch, dass es mir diesmal nicht gelungen ist, vorab Notizen für die Rezension zu sammeln. Das Buch erzählte so aufregend, dass es mir schwer fiel, es aus der Hand zu legen. Zwischenzeitlich habe ich gedacht, ich könnte für unsere iriduanischen Leser eine Rezension in ihrer Landessprache verfassen. Doch so ganz habe ich die Feinheiten der Sprache noch nicht erschlossen und möglicherweise würde ich unbeabsichtigte Farbwechsel bei den Iriduanern erzielen, daher nur kurz: "Trua uj muuat iderr".
Der Humor verleitet mich dazu, das Buch Satz für Satz zu lesen. Es wäre zu schade, es in meinem Leseschnell-Modus durchzujagen. Ich würde Gefahr laufen, eine amüsante Bemerkung zu verpassen. Auf gut 530 Seiten wird eine turbulente und unvergessliche Reise erzählt.
Obwohl das Buch klar Science Fiction ist, möchte ich die Fantasie des Autors nicht unerwähnt lassen. Es gibt viele Überraschungsmomente und skurrile Entdeckungen, sowie Nebensächlichkeiten wie verkohlte Pizza.
Interessant fand ich die Aussage, ob die Gier der Menschen an der kurzen Lebenszeit hinge. Sie brächte schnelleren Fortschritt hervor. Wobei ich feststelle, dass dieser nicht allen Lebensbereichen gut tut. Nicht alles was altbewährt ist, ist bewahrenswert. Nicht alles was bewahrenswert ist, muss einen Wert haben.
Der Mensch könnte theoretisch auch sehr alt werden. Doch manche außerirdische Rassen aus dem Buch werden hingegen ganz praktisch 6.000 Jahre alt. Dann würde jedoch viel mehr Zeit verbummelt.
Der Autor verfügt über einen Schreibstil, der ausgewogen Dialoge mit Mimik und Gestik, Handlung und Beschreibung der Kulisse verwebt. Der Leser hat den Eindruck wirklich da zu sein und Bilder wie wir sie aus Star Wars kennen als Han Solo die lebhafte Kneipe betritt, wo allerlei außerirdische Vertreter ihren Vergnügungen, Geschäften oder Interessen nachgehen, kommen mir in den Sinn. Nur das alles überspannende Imperium und die Rebellen, also das klassische Gut gegen Böse ist hier nicht die tragende Idee. Denn unsere Romanfiguren sind keine Fahnentreue und keine Kinder der Traurigkeit. Sie können sich sehr schnell über eine Regel oder einen Befehl hinwegsetzen. Ihr Ziel verfolgen sie und werden dabei verfolgt. Auch ich würde mir einen Folgeroman zu diesem Buch wünschen.
Zusammenfassend komme ich locker auf eine fünf Sterne Bewertung. Ich schiebe das Buch sogar auf mein persönliches 6 Sterne Regal, weil es fachlich sauber, durchdacht, fantasievoll, anders, spannend, lustig und einfach ein Lehrbuch ist, für beste Unterhaltung.
Donnerstag, 3. Juni 2021
Dienstag, 1. Juni 2021
Mordseestrand Ein Borkum-Krimi 2. Teil von Emmi Johannsen
Caro Falk fühlt sich auf Borkum sehr wohl. Das Zusammenleben mit ihrem Sohn Justus und Schwiegervater Hinnerk klappt super.
Mittlerweile arbeitet Caro im Flughafenkiosk. Somit hat sie etwas eigenes Einkommen und ist nicht mehr so abhängig vom Unterhalt ihres Exmannes Nils.
Borkum bietet viel Entspannung und Spaß am Strand für Caro und Justus.
Bis ein abgetrennter Finger am Strand Caros Schnüfflernase weckt. Sie ahnt, wem der Finger gehört. Die passende Leiche wird kurz darauf gefunden. Ein Umweltschützer, der nicht überall beliebt war. Sein Engagement für die Natur ging einigen auf den Zeiger.
Zusammen mit Jan Akkermann beginnt Caro zu ermitteln. Sehr zum Missfallen von Kommissar Bachmann, der sieht es gar nicht gerne, dass die junge Frau sich in seine Ermittlungen einmischt.
Natürlich schert sich Caro keinen Deut darum.
Ein spannender und amüsanter 2. Teil um das Duo Caro Falk und Jan Akkermann.
Man könnte meinen, die zwei wären ein Paar, so wie sie streiten können. Ich fand es sehr unterhaltsam und kurzweilig, das Buch liest sich sehr schnell. Die Autorin hält sich nicht mit Banalitäten auf. Es gibt keine ausschweifenden Dialoge und keine unnötigen Lückenfüller.
Insgesamt ein Krimi der leichten Art mit einer sehr sympathischen "Ermittlerin".
Caro mag ich sehr, sie ist lebensfroher geworden seit der Trennung von Nils.
Der Umgang mit Hinnerk wirkt sehr liebevoll, der Schwiegervater versteht sich mit seinem Sohn Nils überhaupt nicht. Caro weiß gar nicht mehr, was sie an ihrem Exmann so toll fand.
Wieder ist vor jedem Kapitel eine Möwe, die auch auf dem Cover sehr präsent ist.
Die Innenseiten vom Cover haben einen kleinen Plan der Insel, u.a. wo Caro und Jan arbeiten und wo der Kiosk ist.
Dieser Krimi hat mir sehr gefallen, ich würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung gibt.




















































































