Dienstag, 22. Februar 2022

Gezeitenmord Der erste Fall für Lykke Teit und Rudi Lehmann von Dennis Jürgensen

Der Autor Dennis Jürgensen ist einer der beliebtesten Kinder- und Jugendbuchautoren in Dänemark. Er hat auch bereits einige Krimis veröffentlicht.
Mit "Gezeitenmord" startet eine neue Reihe mit der jungen dänischen Ermittlerin Lykke Teit und dem Flensburger Hauptkommissar Rudolf Lehmann.
Eine gute Kombination, denn die beiden Ermittler harmonieren gut zusammen. Der Altersunterschied ist kein Problem. Rudi hat einen Humor, der bei Lykke gut ankommt.

Die eisige Kälte in Dänemark und ein ebenso eisiger Fall beschäftigt die Polizei.
Ein Junge wird vermisst, sein Lehrer schwer verletzt im Watt gefunden. Kurz zuvor haben Schüler und Lehrer eine Leiche im Sand vergraben entdeckt.
Hat Lasse Espersen etwas mit dem Verschwinden von Villads zu tun?
Es ist nicht das erste Kind,  dass in der Gegend verschwunden ist. Ein Fall vom letzten Sommer beschäftigt die Ermittler weiterhin.

Die Zusammenarbeit mit der Polizei vor Ort ist zunächst unter keinem guten Stern. Die Sympathie ist niedrig, die Gemüter kochen hoch bei der sensiblen Thematik.
Ich fand es interessant, wie die Figuren miteinander umgehen und wie Worte quer schießen können.
Dennis Jürgensen hat einen tollen Stil, der mir sofort sympathisch war. Bisher kenne ich nichts vom Autor.
Die Dialoge sind bissig und kraftvoll, sie erreichen ihre Wirkung, ohne beleidigend zu werden.
Es entsteht eine düstere Atmosphäre im Watt, mit dem stürmischen Wind und dem Nebel, der über die Landschaft wabert.
Die Stimmung passt zu den zu lösenden Fällen. Die Gemüter werden beeinflusst, die Gedanken wirbeln. Mir hat der Aufbau des Krimis sehr gefallen. Manche Momente haben mir einen Schauer bereitet. Der Autor spielt gekonnt mit seinen Ideen und Worten.
Die Spur zum Mörder ist schwierig zu finden, das Team Lykke und Rudi agiert bereits routiniert zusammen.

Ich kann "Gezeitenmord" sehr empfehlen. Für Krimifans ist es auf jeden Fall eine Lesereise wert. Vergleiche mit anderen Autoren möchte ich nicht machen. Dies hat Dennis Jürgensen nicht nötig und würde dem Leser keinen Mehrwert bringen.
Ich finde den Stil nicht einzigartig, aber definitiv wertvoll. Die dänische Landschaft ist rauh und dabei wunderschön. Die Beschreibungen der Umgebung ist eindeutig und bietet Raum für Spekulationen.
Auf eine Fortsetzung bin ich neugierig und hoffe auf ein Wiederlesen mit Lykke und Rudi.



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