Samstag, 23. Oktober 2021
Donnerstag, 21. Oktober 2021
Reality Show von Anne Freytag
Die Thematik hat mich zunächst nicht interessiert.
Einflussreiche
Menschen werden als Geiseln genommen und vor laufender Kamera bloß
gestellt und live zur Rechenschaft gezogen. Die Zuschauer werden in die
Entscheidungen miteinbezogen.
Da Anne Freytag mich bisher gut
unterhalten hat, ist das Buch dennoch in meinen Händen gelandet. Das
Cover hat mich auch gelockt, die Fensterscheibe wirkt real, als könnte
ich in eine Wohnung schauen.
Ich habe es nicht bereut. Der Schreibstil der Autorin ist und bleibt grandios.
Ihre Art ist unvergleichlich, sie schreibt egal über welches Thema extrem gut.
Die
kurzen Sätzen folgen zackig, es blieb mir kaum Luft zum Atmen. Die
Spannung steigert sich rasant, ich konnte die Seiten nicht schnell genug
Umblättern.
Die Drahtzieher sind intelligente Menschen, gut gebildet, wortgewandt und interessant.
Was
in der Reality Show gezeigt wird, ist gnadenlos ehrlich und offen. Die
Zuschauer bekommen die nackte Wahrheit der Geiseln zu hören.
Umweltverschmutzung, Unterdrückung, Ausbeutung und andere Schandtaten
kommen ans Licht.
Anne Freytag brilliert im ihrem neuen Buch und spielt gekonnt mit Worten.
Auch
ernstzunehmende Themen, behandelt sie mit geballter Energie. Es ist
egal, ob die Autorin eine Romanze schreibt, ein Drama oder wie hier über
eine Liveshow mit Verhör und Bestrafung.
Es kommen sehr viele
Personen vor, die alle immer wieder präsentiert werden. Von jedem
Beteiligten erfahre ich in Abständen mehr.
Gekonnt schaltet die Autorin zum jeweiligen Charakter um. Anhand der Wortwahl habe ich die jeweilige Person erkannt.
Die Kapitelüberschriften helfen dabei, sie weisen den Weg, ob es sich um Gegenwart oder Vergangenheit handelt.
Die
Entwicklung der Reality Show fand ich kaum vorhersehbar, es blieb enorm
spannend, was am Ende passiert, wie sich die Truppe zeigt. Ich bin
restlos begeistert von der Show, ein raffinierter Coup mit einer
realistischen Mischung.
Montag, 18. Oktober 2021
Die Schule der magischen Tiere ermittelt 3: der Kokosnuss-Klau von Margit Auer
Der dritte Fall für Eisbär Murphy. Er ist ein toller Detektiv geworden und bringt ordentlich Schwung in die Geschichte.
Die Menschen denken, da steckt jemand in einem Eisbär-Kostüm, wenn sie Murphy auf der Straße sehen.
Diesmal
besuchen Ida und Rabbat, Benni und Henrietta zusammen ihren Mitschüler
Eddie. Seine Eltern sind Maler und heute sollen Bilder verkauft werden.
Die Kinder bewundern die Kunstwerke an der Wand. Im Haus von Eddie
hängen ganz viele.
Während sie die Bilder bestaunen, rennt
jemand davon und fährt mit einem Postwagen weg. Dann stellen die Kinder
fest, ein Bild wurde gestohlen.
Murphy macht sich auf die Suche nach Hinweisen. Tatsächlich findet er etwas, womit er dem Dieb auf die Schliche kommen könnte.
Sehr
amüsant wird diese Geschichte über den Bilderdieb erzählt. Die
Zeichnungen sind wie immer toll und passen perfekt zum magischen
Abenteuer.
Zum Lesenlernen sind die Wörter einfach und groß, da macht es den kleinen Bücherwürmern Spaß, selber die Geschichte zu lesen.
Eisbär
Murphy ist klasse, er ist ein guter Freund und hat witzige Ideen. Seine
Liebe zu Pfannkuchen spielt eine große Rolle, ohne die, kann er nicht
ermitteln.
Margit Auer hat viel Phantasie und ein Talent, hübsche und spannende Geschichten zu erzählen.
Die Schule der magischen Tiere ermittelt 2: Der Hausschuh-Dieb von Margit Auer
Ein neuer Fall für die Detektive Murphy, Ida und Rabbat, Bennie und Henrietta.
Die Hausschuhe vom Direktor sind weg.
Bevor Eisbär Murphy zu ermitteln beginnt, wird gegessen. Was gibt es diesmal, wieder Pfannkuchen?
Egal, alle Tiere fressen gerne, was Mister Morrison gekocht hat.
Eine
knifflige Suche beginnt, wo könnten die Hausschuhe sein. Der
Hausmeister hat eine Kiste mit Fundstücken, vielleicht finden sich dort
die vermissten Schuhe. Zumindest Benni findet dort etwas, was er
verloren hat.
Nina Dulleck zeichnet zauberhaft und Margit Auer
schreibt magische Geschichten. Eine schöne Kombination, woraus ein
tolles Lesenlernen Buch heraus kommt. Ab sechs Jahren ist die Empfehlung
was für die kleinen Leser auch funktioniert.
Es sind einfache und kurze Sätze, die gut verständlich sind. Mit den bunten Bildern macht es großen Spaß.
Am Schluss ist wieder ein Rätsel, welches zur Geschichte passt.
Rundum eine niedliche Suche nach dem Hausschuh-Dieb.
Die Schule der magischen Tiere ermittelt 1: Der grüne Glibber-Brief von Margit Auer
Nach Abenteuern für ältere Kinder, hat Margit Auer ein Buch für Lesenlernen ab sechs Jahre geschrieben.
Die magischen Tiere ermitteln zusammen mit Eisbär Murphy.
Die Zeichnungen sind wieder sehr liebevoll und bunt von Nina Dulleck gestaltet.
Im ersten Fall für Detektiv Murphy geht es um einen grünen Glibber-Brief.
Ida hat eine mysteriöse Nachricht bekommen. Sie kann es nicht allein entschlüsseln.
Rabbat
ist sehr aufgeregt, wer steckt dahinter? Murphy macht sich an die
Arbeit aber erst müssen jede Menge Pfannkuchen verdrückt werden.
Sehr niedlich ist dieses Buch gestaltet.
Ein bisschen gruselig, was im Brief steht.
So macht erstes Lesen richtig Spaß.
Am Ende ist ein Rätsel, was die Freude am Buch verlängert.
Das Protokoll, welches Eisbär Murphy führt, ist sehr lustig.
Spaß, ein bisschen Spannung und ein Hauch Gruseln machen die Geschichte zu einem tollen Erlebnis.
Sonntag, 17. Oktober 2021
War Zone Earth 2: Brennende Erde
Das Buch "War Zone 2 - Brennende Erde" ist bereits das zweite Buch, welches ich von der Autorin Skadi Auriel lese. Natürlich bin ich brennend interessiert, wie die Buchreihe mit 42 Bänden weitergeht (Kleiner Scherz). Nach dem Titel "Dunkle Schatten" wird es Zeit, wieder Licht in die Dunkelheit zu werfen. Mit meiner Rezension werde ich den Buchinhalt beleuchten und anschließend bewerten, ob ich Feuer und Flamme war, oder schockgefroren.
Bevor es losgeht mit den Buchinhalten muss ich erst einmal quasi eine Leseanleitung von der Autorin lesen. Sogar einen Musikvorschlag gibt es. So nun aber in medias res - nein, es folgt ein Kapitel, was bisher geschah für Leute wie mich mit Hirn wie Sieb.
Das erste richtige Inhaltskapitel handelt von der Fahrt in den Supermarkt. Nicht ganz ungefährlich, denn Transformierte, so etwas ähnliches wie Zombies, können überall herumlungern. Aber zum Glück ist man ja bewaffnet. Doch das macht in der Regel Lärm, was weitere Kreaturen aufscheucht, Yinai, NLNC-Menschen und Infizierte. Angetrieben vom kleinen Hunger gehen sie auf Menschenjagd. Ein Biss genügt und der Mensch bekommt ein Facelifting, das dazu befähigt, Mitarbeiter des Monats bei der Monster AG zu werden. Leider hält die Verwandlung nicht lange an, sondern endet meist tödlich. Zum einen, weil die Menschen die Infizierten erschießen und zum anderen weil die Gewährleistungfrist weniger als 6 Monate beträgt.
Ist das Buch eine Komödie? Nein, ganz und gar nicht. Es ist nur meine Art die Dinge zu sehen, wenn sie bedrohlich, dunkeldüster, unheilvoll daher kommen. Einer muss ja den Humor bewahren, wenn er schon nicht im Buch zu finden ist.
Dafür gibt es jedoch Geheimwaffen wie Senkrechtstarter, Psychologin Taya am Bordgeschütz, Highländer Frank und Dr. Kartmann, der keinen Vornamen besitzt, sowie menschliche und Xelari Waffen. Ich weiß nicht, was tödlicher ist. Wobei die Plasma Bazooka vermutlich beim Fussballspiel jeden Trommler der Gegenpartei übertönen würde.
Ein gutes Schwert kann auch nützlich sein, da es lautloser geführt werden kann und keine Munition verbraucht.
Und dann haben wir noch die Yinaro. Es sind Außerirdische genau wie die Xelari. Ob die Yinaro ähnlich wie die Xelari untenrum ausgestattet sind, wird nicht überliefert. Sicher ist, es sind schlechte Verlierer, weil sie den Kürzeren ziehen. Sie setzen alles daran, den Krieg fortzusetzen.
Unter den Menschen haben wir Psychopathen bzw. Sadisten. Eine schöne diverse Erdbevölkerung ist das. Zum Glück gibt es kein Klima- oder Überbevölkerung Problem mehr. Das Klima ist dank der Bedrohungslage angespannt und die Entvölkerung ist im vollem Gange.
So jetzt wisst ihr ein wenig welchen Rahmen die Handlung hat. Diese kommt schwer im Gang. Sehr viele Gespräche, ab und zu ein Einsatz, aber ich vermisse die Ungewissheit und die zündenden Ideen, so wie es im ersten Teil der Fall gewesen war. Wo brennt es denn eigentlich? Meine Arme sind schon ganz lang vom Feuerlöscher halten, aber kein Feuer wie es der Buchtitel suggeriert.
Komisch mutet die Namensgebung einzelner Gruppierungen an, Cartaker, die scheinbar nicht zu Fuß gehen, sondern lieber in einer Karre fahren und New Crusaders, was klingt wie eine Popband mit Songtexten von Chris de Burgh.
Zu allem Überfluss gibt es auch noch einen Seelsorger mit militärischer Ausbildung.
Zum Schluss des Buches wurde noch Personenverzeichnis angefügt, aber keine Todesanzeigen.
Das Buch konnte mich nicht überzeugen. Es knüpft mit den Charakteren und dem Stand nahtlos an den ersten Band an, doch nicht mit derselben Raffinesse. Mir kommt es vor wie Taya: Es ist wie in einem Shooting Game, dünne Handlung, viel Geballere, seelenlose Zeitgenossen. Dazu seitenlange Dialoge, die zwar Aufschluss zum Charakter und der Vergangenheit einer Person geben, aber wenig spannend sind. Vielleicht fehlt mir die psychologische Ausbildung, um den wissenschaftlichen Wert zu beurteilen. Den Unterhaltungswert bewerte ich im Vergleich zu Band 1 und zu anderen Büchern dieses Genre mit drei Sternen. Ausreichend, um auf diesen Sternen Menschen, Xelari und Yinaro den Raum zu bieten, um zur Vernunft zu kommen.








