Montag, 18. Oktober 2021

Die Schule der magischen Tiere ermittelt 2: Der Hausschuh-Dieb von Margit Auer

Ein neuer Fall für die Detektive Murphy, Ida und Rabbat, Bennie und Henrietta.
Die Hausschuhe vom Direktor sind weg.
Bevor Eisbär Murphy zu ermitteln beginnt, wird gegessen. Was gibt es diesmal, wieder Pfannkuchen?
Egal, alle Tiere fressen gerne, was Mister Morrison gekocht hat.
Eine knifflige Suche beginnt, wo könnten die Hausschuhe sein. Der Hausmeister hat eine Kiste mit Fundstücken, vielleicht finden sich dort die vermissten Schuhe. Zumindest Benni findet dort etwas, was er verloren hat.

Nina Dulleck zeichnet zauberhaft und Margit Auer schreibt magische Geschichten. Eine schöne Kombination, woraus ein tolles Lesenlernen Buch heraus kommt. Ab sechs Jahren ist die Empfehlung was für die kleinen Leser auch funktioniert.
Es sind einfache und kurze Sätze, die gut verständlich sind. Mit den bunten Bildern macht es großen Spaß.
Am Schluss ist wieder ein Rätsel, welches zur Geschichte passt.
Rundum eine niedliche Suche nach dem Hausschuh-Dieb.



Die Schule der magischen Tiere ermittelt 1: Der grüne Glibber-Brief von Margit Auer

Nach Abenteuern für ältere Kinder, hat Margit Auer ein Buch für Lesenlernen ab sechs Jahre geschrieben.
Die magischen Tiere ermitteln zusammen mit Eisbär Murphy.
Die Zeichnungen sind wieder sehr liebevoll und bunt von Nina Dulleck gestaltet.

Im ersten Fall für Detektiv Murphy geht es um einen grünen Glibber-Brief.
Ida hat eine mysteriöse Nachricht bekommen. Sie kann es nicht allein entschlüsseln.
Rabbat ist sehr aufgeregt, wer steckt dahinter? Murphy macht sich an die Arbeit aber erst müssen jede Menge Pfannkuchen verdrückt werden.

Sehr niedlich ist dieses Buch gestaltet.
Ein bisschen gruselig, was im Brief steht.
So macht erstes Lesen richtig Spaß.
Am Ende ist ein Rätsel, was die Freude am Buch verlängert.
Das Protokoll, welches Eisbär Murphy führt, ist sehr lustig.
Spaß, ein bisschen Spannung und ein Hauch Gruseln machen die Geschichte zu einem tollen Erlebnis. 

Sonntag, 17. Oktober 2021

War Zone Earth 2: Brennende Erde

Das Buch "War Zone 2 - Brennende Erde" ist bereits das zweite Buch, welches ich von der Autorin Skadi Auriel lese. Natürlich bin ich brennend interessiert, wie die Buchreihe mit 42 Bänden weitergeht (Kleiner Scherz). Nach dem Titel "Dunkle Schatten" wird es Zeit, wieder Licht in die Dunkelheit zu werfen. Mit meiner Rezension werde ich den Buchinhalt beleuchten und anschließend bewerten, ob ich Feuer und Flamme war, oder schockgefroren.
Bevor es losgeht mit den Buchinhalten muss ich erst einmal quasi eine Leseanleitung von der Autorin lesen. Sogar einen Musikvorschlag gibt es. So nun aber in medias res - nein, es folgt ein Kapitel, was bisher geschah für Leute wie mich mit Hirn wie Sieb.
Das erste richtige Inhaltskapitel handelt von der Fahrt in den Supermarkt. Nicht ganz ungefährlich, denn Transformierte, so etwas ähnliches wie Zombies, können überall herumlungern. Aber zum Glück ist man ja bewaffnet. Doch das macht in der Regel Lärm, was weitere Kreaturen aufscheucht, Yinai, NLNC-Menschen und Infizierte. Angetrieben vom kleinen Hunger gehen sie auf Menschenjagd. Ein Biss genügt und der Mensch bekommt ein Facelifting, das dazu befähigt, Mitarbeiter des Monats bei der Monster AG zu werden. Leider hält die Verwandlung nicht lange an, sondern endet meist tödlich. Zum einen, weil die Menschen die Infizierten erschießen und zum anderen weil die Gewährleistungfrist weniger als 6 Monate beträgt.
Ist das Buch eine Komödie? Nein, ganz und gar nicht. Es ist nur meine Art die Dinge zu sehen, wenn sie bedrohlich, dunkeldüster, unheilvoll daher kommen. Einer muss ja den Humor bewahren, wenn er schon nicht im Buch zu finden ist.
Dafür gibt es jedoch Geheimwaffen wie Senkrechtstarter, Psychologin Taya am Bordgeschütz, Highländer Frank und Dr. Kartmann, der keinen Vornamen besitzt, sowie menschliche und Xelari Waffen. Ich weiß nicht, was tödlicher ist. Wobei die Plasma Bazooka vermutlich beim Fussballspiel jeden Trommler der Gegenpartei übertönen würde.
Ein gutes Schwert kann auch nützlich sein, da es lautloser geführt werden kann und keine Munition verbraucht.
Und dann haben wir noch die Yinaro. Es sind Außerirdische genau wie die Xelari. Ob die Yinaro ähnlich wie die Xelari untenrum ausgestattet sind, wird nicht überliefert. Sicher ist, es sind schlechte Verlierer, weil sie den Kürzeren ziehen. Sie setzen alles daran, den Krieg fortzusetzen.
Unter den Menschen haben wir Psychopathen bzw. Sadisten. Eine schöne diverse Erdbevölkerung ist das. Zum Glück gibt es kein Klima- oder Überbevölkerung Problem mehr. Das Klima ist dank der Bedrohungslage angespannt und die Entvölkerung ist im vollem Gange.
So jetzt wisst ihr ein wenig welchen Rahmen die Handlung hat. Diese kommt schwer im Gang. Sehr viele Gespräche, ab und zu ein Einsatz, aber ich vermisse die Ungewissheit und die zündenden Ideen, so wie es im ersten Teil der Fall gewesen war. Wo brennt es denn eigentlich? Meine Arme sind schon ganz lang vom Feuerlöscher halten, aber kein Feuer wie es der Buchtitel suggeriert.
Komisch mutet die Namensgebung einzelner Gruppierungen an, Cartaker, die scheinbar nicht zu Fuß gehen, sondern lieber in einer Karre fahren und New Crusaders, was klingt wie eine Popband mit Songtexten von Chris de Burgh.
Zu allem Überfluss gibt es auch noch einen Seelsorger mit militärischer Ausbildung.
Zum Schluss des Buches wurde noch Personenverzeichnis angefügt, aber keine Todesanzeigen.
Das Buch konnte mich nicht überzeugen. Es knüpft mit den Charakteren und dem Stand nahtlos an den ersten Band an, doch nicht mit derselben Raffinesse. Mir kommt es vor wie Taya: Es ist wie in einem Shooting Game, dünne Handlung, viel Geballere, seelenlose Zeitgenossen. Dazu seitenlange Dialoge, die zwar Aufschluss zum Charakter und der Vergangenheit einer Person geben, aber wenig spannend sind. Vielleicht fehlt mir die psychologische Ausbildung, um den wissenschaftlichen Wert zu beurteilen. Den Unterhaltungswert bewerte ich im Vergleich zu Band 1 und zu anderen Büchern dieses Genre mit drei Sternen. Ausreichend, um auf diesen Sternen Menschen, Xelari und Yinaro den Raum zu bieten, um zur Vernunft zu kommen.

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Weitwandern live! von Matthias Bargel

Nach einem Einleitungskapitel, das einen gewissen Überblick über die Orte gibt, wo der Autor Matthias Bargeld für Erinnerungen verbindet, geht es los.

Was mir zu Beginn fehl, ist die Angabe der Kilometer, der geplanten Tage und warum weit wandern. Ersteres kommt zum Schluss des Buches. Wie bereitet man sich auf so eine Tour vor? Immerhin gibt es eine Packliste - hinten im Buch. Wie fällt die Verpflegung aus? Ja darüber wird auf der Reise berichtet. Essen wird sehr häufig aufgeführt und detailliert. Zu den Orten gibt es sehr wenig Information. Da ich die Städte gut kenne, hätte ich mir an dieser Stelle, Insidertipps in oder weiterführende Links erhofft.

Wie wird übernachtet? Klassisch. Was kostet so ein Reise - Reisebudget? Keine Antwort.

Dann sehe ich eine Überblickskarte mit der Rundtour, die sein Wanderpartner und der Autor gemacht hatten. Es ist in der Tat eine weite Strecke, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass gerade dieses erwanderte Gebiet spektakuläre Stadt-, Land-, Flusslandschaften bereithält.

Im Buch befinden sich zahlreiche Fotos. Diese sind bezaubernd und bezeugen, dass sich die Tour lohnt.

Der Autor wundert sich über die teilweise merkwürdige Benamung von Städten, wie Rothenburg ob der Tauber oder Schwābisch Hall. Er erklärt die Wortbedeutung nach eigenen Recherchen.

Was wurde inzwischen an Wegstrecke geschafft, was steht noch an? Wie viel Kilometer am Tag wurde zurückgelegt? Das kommt nicht richtig raus.

Bei mir entsteht der Eindruck, es wurde keine Auswahl getroffen für Themen, die den Leser interessieren könnten. Das Buch liest sich wie ein während der Reise geschriebener Reisebericht.

Im Vergleich zu anderen Geschichten fehlt hier so ein Motto oder Ziel wie Gewichtsverlust, sich selbst finden, schauen, ob man es schafft, mit möglichst wenig Geld, um Tipps im Sinne eines Reiseführer zu sammeln, neues entdecken, etc.. Nein, dem Autor geht es eher darum zu entschleunigen. Das Buch hat daher außer der Strecke keinen roten Pfaden und keine thematische Klammer. Zusammenhanglose Aneinanderreihungen, ich lese Kapitel um Kapitel.

Okay, der Autor hat entschleunigt, den Weg genossen und das Erlebte in einem Buch festgehalten. Erzählte Entschleunigungserfahrung mit ein paar Aufregern eignet sich nicht dafür, mich zu begeistern. Das Buch löst nichts in mir aus. Soll es den Leser animieren mehr zu wandern, auch zu entschleunigen? Soll der Weg schmackhaft gemacht werden? Welches Ziel wird verfolgt?

Der Autor stellt keine Verbindung zum Leser her und schafft wenig Orientierung. Es heißt, wenn jemand eine Reise tut, hat er was zu erzählen. Dann sollte das "was erzāhlt wird" zumindest ein Attribut aufweisen: lehrreich, erheiternd, spannend, beeindruckend oder unterhaltend. Was wäre hier meine Erwartungshaltung? So wie "Picknick mit Bären", oder "Ich bin dann mal weg" zum Beispiel.

Umfangreich ist das Buch nicht. Es ist schnell zu lesen.

Irritiert hat mich, dass auch Themen referiert wurden, die nichts mit der Reise zu tun haben, wie Flüchtlinge, Zuwanderer, Verschwörungstheoretiker.

Zum Schluss gibt es eine Übersicht über die Etappen mit Kilometerangabe und den besuchten Orten.

Dann finden wir noch die Packliste. Gewundert hat mich die Dunkle Schokolade. Mit Sonne wurde offenbar nicht gerechnet oder die Tafel wurde bereits auf den ersten Kilometern verzehrt.

Als ich Faltkarten und Kartenleselupe sah, habe ich geschmunzelt, dass es so etwas heute noch im Einsatz gibt.

Das Literatur-Verzeichnis ist sehr dünn. Dennoch enthält es einen Link zur offiziellen Seite des Kocher-Jagst-Trails, der für mich die Information zusammenstellt, die ich im Buch vermisse.

Ich finde schön, wenn der Autor seine Umgebung wahrnimmt, wertschätzt, in der Natur wandert, öffentlich schreibt, was er dabei denkt. So bin ich auch, ich schreibe hier was mir gefällt und was nicht. Es ist sicherlich eine tolle Strecke, doch trotz Bebilderung und Beschreibung, wirkt das Buch wie ein Sammelsurium von niedergeschriebenen Gedanken. Ungefiltert, unbearbeitet, unsortiert - live! Die Leistung mehrere Tage hintereinander eine beachtliche Strecke zu wandern, ist bemerkenswert. Hierzu meinen Applaus.

Dienstag, 12. Oktober 2021

David Reimer - Das Geheimnis der schwarzen Pyramide

Diebe, Liebe und Hiebe, sowie Götter, Dämonen und Gelehrte. Eine gute Mischung für ein weiteres Abenteuer mit Henry.

Die Henry Voigt Abenteuerreihe fängt mit dem Erlebnissen eines Grabräubers an Dieser macht nach seinem Raub eine erstaunliche Karriere. Zudem wird Ägypten beachtlich mächtig. Allerdings hat dies alles  ein Nachspiel. Dieser Prolog spielt stimmungsvoll in der Vergangenheit und durch diesen Wissensvorsprung können wir die nachfolgenden Kapitel besser verstehen.
Nach dem Prolog geht es mit Henry Voigt, dem berühmten Archäologen weiter. Er erfährt von einer Entdeckung, die die ägyptische Geschichte verändern wird. Das Geheimnis liegt in einer schwarzen Pyramide. Also begibt er sich auf die Suche. Auf S. 139 endlich ist er auch auf unserem Stand. Er hat alles anhand der Funde und Schriften erschließen können, was damals im Prolog passiert ist.

Henry lernen wir in diesem Buch von seiner romantischen Seite kennen.

Gefallen hat mir, dass ich einiges über Mythologie und altägyptische Besonderheiten erfuhr. Viele Rätsel sind nur mit Verständnis für den damaligen Zeitgeist und mit historischem Wissen zu knacken. Ägypten war einst ein reiches fruchtbares Land, welches durch seine Weltwunder bekannt wurde. Wie sehr hat sich doch das heutige Ägypten verändert.

Bezüglich der Schilderungen fällt es nicht leicht zu unterscheiden, was davon bestätigte Fakten und was Fiktion ist. Die Stadt der Toten hätte nach Aussage im Buch auch einem Fantasy-Roman entstammen zu können. Humor, wie ich ihn mag. Leider zu selten anzutreffen. Was will ich in der Unterwelt auch anderes erwarten?
Am Ende des Buches klärt der Autor David Reimer auf, was er vom geschichtlichen Verlauf und was an Orten verarbeitet hat. Für mich entsteht der Eindruck, dass diese Lehrwissenschaft der Archäologie und Mythologie auch ohne Fiktion schon interessant wäre.

Der Leser verfolgt die Entdeckungen,  Schlussfolgerungen und Erkenntnisse von Henry mit. Viele Geheimnisse gilt es zu lüften, Verstecke zu entriegeln und erwartungsvoll zu öffnen. Immer diese Spannung, was wir finden werden und wie es uns weiterbringt. Es ist offenbar manches unerklärlich oder mystisch. Der Übergang ist fließend zwischen altägyptischen Göttern, Dämonen, Artefakten, Kreaturen und der Gegenwart.

Das Leben des Archäologenteam erschwert zudem ein gewaltbereiter Gegenspieler.
Das Buch ist ein großes Abenteuer. Der Weg, den Henry einschlägt ist gefahrvoll, doch meist ist Weg zurück die größte Herausforderung. Und ich stelle mir die Frage, ist es das wert. Es ist ganz in und gar nicht klar, ob am Ende sich die Suche lohnt. Doch merkwürdigerweise stellt sich Henry diese Frage nie. In der Not hat er Freunde, die ihm auf die Sprünge und richtige Fährte setzen.

Das am häufigsten mir präsente Wort ist der Tod. Fiktive Evidenzen für ein Leben nach dem Tod ziehen sich durchs ganze Buch.
Eine schöne Vorstellung und Trost im heutigen Anthropozän Zeitalter.

Eier

Eier sind gesund.
https://www.fuersie.de/gesundheit/10-dinge-die-passieren-wenn-sie-jeden-tag-ein-ei-essen-7310.html